Begleitung auch durch das Gebet
Begleitung auch durch das Gebet
Karl-Hinrich Manzke, der Catholica-Beauftragte der VELKD
Karl-Hinrich Manzke, der Catholica-Beauftragte der VELKD

09.11.2019

Protestanten verfolgen Synodalen Weg der Katholiken "Mit großem Respekt und Fürbitten"

​Der geplante Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland wird auch von den Protestanten mit Aufmerksamkeit wahrgenommen. Die evangelische Kirche wird den Reformprozess auch im Gebet begleiten.

"Wir Evangelischen werden diesen Weg mit großem Respekt und mit unseren Fürbitten aufmerksam verfolgen und begleiten", sagte der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Karl-Hinrich Manzke, am Samstag in Dresden in seinem traditionellen Bericht vor den protestantischen Kirchenparlamenten. "Aus evangelischer Sicht wird man mit großem Respekt sagen dürfen, dass dieser Synodale Weg in jeder Hinsicht ein fordernder und außerordentlich anspruchsvoller Aufbruch ist."

Neue Aufbrüche und verwurzelte Kirchlichkeit

Beeindruckt zeigte sich Manzke von "ökumenische Aufbrüchen" in der katholischen und ökumenischen Jugendpastoral. Als Beispiele nannte er eine ökumenische Initiative junger Menschen aus dem Geist des gemeinsamen Reformationsgedenkens in Sachsen-Anhalt, die ökumenische Pilgerreise "Mit Luther zum Papst" sowie neuere geistliche Bewegungen in der katholischen Jugendpastoral wie die Initiative "Nightfever", die zum Weltjugendtag in Köln 2006 ins Leben gerufen wurde und inzwischen weltweit verbreitet ist. Trotz struktureller Schwierigkeiten wie dem Priestermangel gelinge es im Katholizismus in Deutschland an diesen Stellen, junge Menschen zu begeistern und sie in der Kirche neue geistliche Aufbrüche wagen zu lassen, befand Manzke.

Das gelinge dort, wo jungen Menschen der Freiraum zur Entwicklung neuer Formate gegeben werde, fügte er hinzu. "Es gelingt aber offenbar auch deswegen, weil diese Formate nicht als Widerspruch zu traditionellen Elementen der kirchlichen Frömmigkeit empfunden werden. Neue Aufbrüche und fest verwurzelte Kirchlichkeit werden hier nicht als Spannung wahrgenommen." Das sei bemerkenswert.

Ökumenischen Kirchentag 2021

Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad berichtete über die Catholica-Arbeit in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Der Kontaktgesprächskreis des Rates der EKD und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz habe eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die bis zum Ökumenischen Kirchentag 2021 grundlegende Perspektiven zur Zukunft der Ökumene in Deutschland entwickeln und beschreiben solle, welche Freiräume ökumenischer Praxis sich daraus ergäben. "Übereinstimmend wird festgehalten: Die Einheit der Kirche soll im Sinne eines dynamischen Prozesses entwickelt und lebenspraktisch realisiert werden", sagte Schad.

Im Gespräch zwischen GEKE und dem Päpstlichen Einheitsrat habe sich in diesem Zusammenhang der Begriff der "Gemeinschaft" herausgebildet; es werde gefragt, ob eine evangelisch-katholische Kirchengemeinschaft vorstellbar sei. Mit der wechselseitigen Teilnahme am Abendmahl, wie sie vom Ökumenischen Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen in seinem jüngsten Votum vorgeschlagen werde, wäre dann nach Einschätzung Schads "ein zentrales Element der Kirchengemeinschaft erreicht".

(KNA)

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