22.09.2015

Erzbischof Woelki kritisiert CSU-Treffen mit Orban Schutz statt Stacheldraht

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki kritisiert das Treffen der CSU-Landtagsfraktion mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Schlagstöcke dürften kein Mittel im Umgang mit Flüchtlingen sein.

Er wandte sich am Dienstag bei der Herbstvollversammlung der Bischöfe in Fulda gegen Politiker, "die Mauern und Zäune gegen Flüchtlinge" errichten wollten. Die katholischen Bischöfe wollten dagegen den Schulterschluss mit jenen Kräften suchen, die Menschen in Not Hilfe anbieten wollten. Der Schutz von Notleidenden und Flüchtlingen sei zentral für die christliche Botschaft. Die CSU hat Orban für Mittwoch zu ihrer Klausur in das oberfränkische Kloster Banz eingeladen.

Auf Nachfrage betonte Woelki, er habe nichts gegen eine Einladung der CSU an Orban. Es komme aber darauf an, welches Signal von einem solchen Treffen ausgehen solle. "Stacheldraht, Schlagstöcke und Nebelbomben können jedenfalls kein Mittel sein, um traumatisierte Flüchtlinge von den Grenzen abzuhalten", fügte er hinzu.

(KNA)

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Predigten im Kölner Dom von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki.

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