16.09.2019

Papst zu interreligiösem Treffen Frieden kennt keine Grenzen

Papst Franziskus hat die Gläubigen aller Religionen erneut zum gemeinsamen Einsatz für den Frieden aufgefordert. "Wir durchleben eine schwierige Zeit", schrieb das Kirchenoberhaupt an die Teilnehmer eines interreligiösen Gebetstreffens in Madrid.

Es gelte zusammenzurücken und "mit einer Stimme und eines Herzens laut zu rufen: Frieden ist grenzenlos". Der Brief mit dem Grußwort an Madrids Erzbischof Carlos Osoro wurde vom Vatikan am Sonntag veröffentlicht.

Zum Fall der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhangs vor 30 Jahren habe auch das 1986 von Johannes Paul II. begonnene Friedensgebet von Assisi beigetragen, schrieb Franziskus weiter. Daraufhin habe es weltweit neue Hoffnungen auf Frieden, Versöhnung und Dialog gegeben.

In den vergangenen 20 Jahren jedoch hätten die Menschen dazu beigetragen, dieses Gottesgeschenk des Friedens zu vergeuden. Sie hätten neue Mauern und Grenzen errichtet, anstatt weiter Türen zu öffnen. Diese aber brauche die Welt, damit Menschen sich treffen, einander begegnen und zusammenarbeiten können, mahnte der Papst.

Erinnerung an Treffen in Abu Dhabi

Gleichzeitig erinnerte er an das von ihm und Großimam Al-Tayyeb im Februar in Abu Dhabi unterzeichnete "Dokument zur menschlichen Geschwisterlichkeit". Die Anliegen der Erklärung von Abu Dhabi lege er den Teilnehmern des Madrider Treffens ans Herz, schrieb Franziskus weiter.

Das 33. Internationale Gebetstreffen "Frieden ohne Grenzen" findet seit Sonntag in Madrid statt. Organisiert wird es von der Gemeinschaft Sant'Egidio und dem Erzbistum der spanischen Hauptstadt. Persönlichkeiten aus 80 Ländern sowie verschiedener Religionen und Kulturen wollen sich über Themen wie Migration, Umwelt und soziale Gerechtigkeit austauschen und nach Lösungsansätzen suchen.

Zu den Teilnehmern zählen der Präsident der Zentralafrikanischen Republik, Faustin-Archange Touadera, UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi, der US-amerikanische Ökonom Jeffrey Sachs und der Gründer der Gemeinschaft Sant'Egidio, Andrea Riccardi. Angekündigt sind ferner der Oberrabbiner von Tel Aviv Meir Lau, der russisch-orthodoxe Metropolit Hilarion und der Rektor der Kairoer Al-Azhar-Universität, Mohammad Al-Mahrasawi.

(KNA)

Die neue App von DOMRADIO.DE

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Tageskalender

Radioprogramm

 27.02.2021
06:30 - 11:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

  • Neue Vatikan-Briefmarke
  • Generalsekretärinnen der Bischöfe weltweit
  • Roman "Mauern" - Coronaschicksale
10:15 - 10:20 Uhr

Alle Wetter!

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

11:11 - 11:15 Uhr

Wort zum Samstag

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

16:00 - 19:00 Uhr

Der gute Draht nach oben!

16:00 - 19:00 Uhr

Der gute Draht nach oben!

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

Lichterfeier aus Taize

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Himmelklar Podcast

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!