Arbeitslosigkeit
Arbeitslosigkeit
Papst Franziskus
Papst Franziskus bei seiner Generalaudienz
Haben mitunterzeichnet: Kardinal Angelo Bagnasco
Kardinal Angelo Bagnasco
Bischof Franz-Josef Overbeck
Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen

01.05.2019

Papst und Bischöfe dringen auf bessere Arbeitsbedingungen "Tragödie unserer Zeit"

Zum Tag der Arbeit haben Kirchenvertreter bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Bei der Generalaudienz rief Papst Franziskus zum Gebet für alle auf, die keine Arbeit haben.

"Beten wir besonders für alle, die keine Arbeit haben. Dies ist eine weltweite Tragödie unserer Zeit", sagte Papst Franziskus bei der Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz. Es gelte, dem Vorbild des bescheidenen Arbeiters aus Nazareth zu folgen und das eigene Leben an Christus auszurichten, sagte Franziskus. Der heilige Josef, der Mann Marias, war laut der Bibel Zimmermann. Er gilt als Patron der Handwerker und Arbeiter.

Immer wieder thematisiert Papst Franziskus das Thema Arbeitslosigkeit. Gegenüber Teilnehmern einer Konferenz der Päpstlichen Stiftung "Centesimus annus - Pro Pontifice" vor zwei Jahren hatte das katholische Oberhaupt beklagt, dass die Arbeitslosigkeit in vielen Ländern ein "wirklich dramatisches" Ausmaß erreicht habe. Es gelte, das Problem mit "Sinn für Generationengerechtigkeit" anzugehen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Herausforderungen durch neue Technologien und sich verändernde Märkte müssten gemeinsam angegangen werden. Dabei dürften auch die Familien nicht vergessen werden.

Bagnasco: "Arbeit bleibt erstes Ziel"

Auch der italienische Kardinal Angelo Bagnasco rief zum Kampf gegen Arbeitslosigkeit auf. "Arbeit bleibt das erste Ziel, die erste Dringlichkeit in unserem Land", sagte der Erzbischof von Genua laut Medienberichten (Mittwoch). Ohne Arbeit sei es nicht möglich, Lebenspläne zu verwirklichen. Die Arbeitslosenquote in Italien lag nach jüngsten Angaben des italienischen Statistikamts Istat im März bei 10,2 Prozent - und damit höher als in vielen anderen europäischen Ländern.

Die Italienische Bischofskonferenz forderte in ihrer Botschaft zum 1. Mai mehr Investitionen in Bildung und eine bessere Einbeziehung von Menschen am Rande der Gesellschaft, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Der für soziale Fragen zuständige Erzbischof Filippo Santoro sagte dem Portal "Vatican News", wichtig seien nicht nur Ausbildung und die Fähigkeit zur Teamarbeit, sondern es gehe auch um eine "Vertiefung der Menschenwürde".

Overbeck: "Wir haben ein großes Bildungsproblem"

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck erklärte, die Gesellschaft müsse Arbeit so organisieren, dass Leistung entlohnt werde und die Menschen davon leben könnten. Arbeit habe einen Wert an sich, weil sie «den Menschen in seiner Würde und Selbstbestimmung stärkt", sagte er der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Der Staat müsse eingreifen, "wo es nötig ist, und jenen helfen, die das nicht schaffen".

Der Sozialbischof der Deutschen Bischofskonferenz warnte zugleich vor den möglichen Folgen der Digitalisierung. "Die Verunsicherungsphänomene nehmen zu", so Overbeck. Gerade im Mittelstand, "dem Rückgrat unserer Gesellschaft und unseres Wohlstands", änderten sich die geforderten Qualifikationen. Die Wirtschaft müsse neue Tätigkeiten für die Betroffenen finden, "anstatt den Kopf in den Sand zu stecken".

Bereits jetzt sei es schwierig, Strukturen aufzubrechen, wenn Familien beispielsweise "seit drei, vier Generationen von Arbeitslosigkeit geprägt werden". Für neu entstehende Arbeitsplätze seien Langzeitarbeitslose oft nicht qualifiziert. "Wir haben hier ein großes Bildungsproblem", so Overbeck.

(KNA)

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