Papst mahnt zu konstruktiver Kirchenkritik

"Kirche mit Worten zerstören ist heute Mode"

Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio zu folgen: "Er hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist."

Papst Franziskus während der Generalaudienz  / © Paul Haring (KNA)
Papst Franziskus während der Generalaudienz / © Paul Haring ( KNA )

Das sagte das Kirchenoberhaupt am Mittwoch im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen, so das Kirchenoberhaupt.

"Lebt wie Christen und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg", so der Papst.

Der Teufel als Ankläger

Jeder müsse sich immer bewusst sein, dass er selbst auch Sünder sei und daher auch anderen vergeben. Schon die Bibel spreche vom Teufel als Ankläger. Wer sein Leben nur damit verbringe, anzuklagen, sei Freund und Familie des Teufels.

Franziskus äußerte sich beim Treffen mit einer Gruppe aus dem italienischen Erzbistum Benevent, die er vor seiner Generalaudienz am Mittwoch im Petersdom empfing.


Quelle:
KNA