Papst Franziskus im Flugzeug
Papst Franziskus im Flugzeug
Menschen am Grenzzaun, der die USA und Mexiko trennt.
Menschen am Grenzzaun, der die USA und Mexiko trennt.
Papst Franziskus spricht mit dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump (Archiv)
ARCHIV - Papst Franziskus spricht mit dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump

23.01.2019

Papst Franziskus verurteilt US-Mauerbau "Die Angst macht verrückt"

Papst Franziskus hat auf dem Weg nach Panama Kritik an der Grenzbefestigung zwischen den USA und Mexiko geübt. Aktuell will Trump zunächst die Finanzierung der Mauer sichern und erst dann die Regierung wieder öffnen.

Zu einem Journalisten, der ihm von seiner Erfahrung in Tijuana erzählte, sagte der Papst: "Die Angst macht verrückt". Unmittelbar südlich der Grenze zu Kalifornien reiche eine Mauer bis ins Meer, um Menschen vom Grenzübertritt abzuhalten, so der Journalist.

Das Thema Migration wird auf dem Weltjugendtag eine Rolle spielen, zu dem der Papst unterwegs ist. Panama liegt auf der Route der Migranten, die Jahr für Jahr zu Hunderttausenden wegen Armut, Gewalt und Korruption ihre Heimatländer in Südamerika in Richtung der Vereinigten Staaten verlassen. 

Shutdown"-Streit: US-Senat stimmt über konkurrierende Vorschläge ab 

Republikaner und Demokraten im US-Senat haben sich auf die Abstimmung über zwei konkurrierende Vorschläge für ein Ende des seit mehr als einem Monat andauernden "Shutdowns" geeinigt. Allerdings dürfte wohl kaum einer der beiden Entwürfe am Donnerstag die notwendigen 60 von 100 Stimmen bekommen. Die Republikaner von Präsident Donald Trump haben im Senat nur eine Mehrheit von 53 Sitzen. Im Zentrum des Haushaltsstreits, der seit kurz vor Weihnachten Teile der US-Regierung stilllegt, steht die Forderung Trumps nach Geld für eine Mauer an der Grenze zu Mexiko.

Die Republikaner wollen über Trumps Vorschlag abstimmen lassen, der 5,7 Milliarden Dollar für den Bau einer Grenzmauer vorsieht. Im Gegenzug würde rund einer Million Migranten drei Jahre lang Schutz vor Abschiebung garantiert. Der Entwurf der Demokraten sieht eine vorübergehende Finanzierung der stillgelegten Teile der Regierung bis zum 8. Februar vor. Damit wollen sie ein Zeitfenster schaffen, um mit Trump über Grenzsicherung zu verhandeln.

Trump will Finanzierung der Mauer sicherstellen

Trump will erst die Finanzierung der Mauer sicherstellen und dann die Regierung wieder öffnen. Er hat angekündigt, kein Budgetgesetz zu unterzeichnen, das die Mittel für eine Mauer nicht beinhaltet. Die Demokraten lehnen die Finanzierung der Grenzmauer dagegen strikt ab. Rund 800 000 Bundesbedienstete sind wegen des Streits seit gut einem Monat im Zwangsurlaub oder müssen ohne Bezahlung arbeiten.

Trump kritisierte am Dienstag auf Twitter, die Demokraten spielten "politische Spielchen". Er rief seine Anhänger dazu auf nicht nachzugeben. Die Vorsitzende im Abgeordnetenhaus, die Demokratin Nancy Pelosi, verlangte von Trump und den Republikanern, das amerikanische Volk nicht länger "als Geisel zu halten". Die Regierung müsse sofort wieder geöffnet werden.

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Japanreise des Papstes im November

Auf dem Flug kündigte der Papst außerdem an, im November nach Japan zu reisen. "Bereite dich vor", sagte er zu einem japanischen Journalisten. Gefragt nach einer Reise in den Irak bestätigte der Papst, dass er gerne dorthin reisen werde, sobald dies möglich sei. Derzeit berieten die Verantwortlichen über einen möglichen Besuch, es gebe aber noch Sicherheitsbedenken.

Die Auslandsreise nach Panama ist bereits die 26., die Papst Franziskus unternimmt. Vor ihm war lediglich Papst Johannes Paul II. für einen Kurzbesuch in dem mittelamerikanischen Land. Zum Weltjugendtag werden 150 000 Pilger aus aller Welt erwartet.

(dpa, KNA, DR)

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