Papst Franziskus betet vor der Statue der Jungfrau Maria in der Nähe der Spanischen Treppe Roms
Papst Franziskus betet vor der Statue der Jungfrau Maria in der Nähe der Spanischen Treppe Roms
Papst Franziskus begrüßt Virginia Raggi, die Bürgermeisterin von Rom
Papst Franziskus begrüßt Virginia Raggi, die Bürgermeisterin von Rom

08.12.2018

Papst Franziskus an Mariensäule in Rom Für die ewige Stadt mit den ewigen Problemen

Papst Franziskus hat die Stadt Rom und die Römer der Gottesmutter anvertraut. Zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau erinnerte er an die Leiden in der Stadt, ermahnte die Bürgermeisterin und sprach sich für Flüchtlinge aus.

Die Liste der Probleme Roms ist lang: Schlaglöcher, unzureichende Plätze in Kitas oder in Krankenhäusern, das Problem mit der Müllabfuhr. Von der politischen Situation ganz zu schweigen. Papst Franziskus hat am Samstagnachmittag daran erinnert: Beim Gebet an der Mariensäule bei der Spanischen Treppe ging er, der auch der Bischof von Rom ist, darauf ein.

"In meiner Seele trage ich die Gläubigen dieser Kirche und all jene, die in dieser Stadt leben, besonders die Kranken und diejenigen, die in verschiedenen Situationen Schwierigkeiten haben, vorwärts zu gehen", sagte Franziskus.

Papst betet für Rom

Auch Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi nahm an der kurzen Andacht teil. Franziskus nahm sie in die Pflicht: Mit Blick auf das Gemeinwohl der Stadt bat er für alle, die "Ämter besonderer Verantwortung" trügen, um Weisheit, Weitblick sowie einen "Geist der Dienstbarkeit und Zusammenarbeit".

Der Papst erbat von der Gottesmutter zudem Kraft für die Bürger Roms, damit diese trotz der "Mühseligkeiten" des römischen Alltagslebens nicht müde würden, sich für ein besseres Rom einzusetzen: "Denn wenn jeder Einzelne gut seine Pflicht erfüllt, sichert das die Rechte aller."

Mehr Schutz der Menschenrechte von Flüchtlingen 

Außerdem mahnte er eindringlich den Schutz der Menschenrechte von Flüchtlingsfamilien an. Familien, die heute ähnliche Situationen wie damals Josef und Maria erlebten, dürften nicht sich selbst überlassen werden, sagte der Papst.

"Menschenrechte stehen vor jedem noch so legitimen Bedürfnis", so das Kirchenoberhaupt. Zu der traditionellen Zeremonie zum Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens hatten sich Tausende Gläubige und Schaulustige versammelt.

Franziskus besuchte auch Zeitung und Maria Maggiore​

Auf dem Weg zur Mariensäule hatte Franziskus einen Zwischenhalt an der Basilika Santa Maria Maggiore eingelegt, um vor der Marien-Ikone "Salus Populi Romani" zu beten. Im Anschluss an seine Andacht bei der Spanischen Treppe wollte er den Sitz der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" in der nahegelegenen Via del Tritone aufsuchen.

Die Mariensäule nahe der Spanischen Treppe wurde 1856 errichtet, um an das von Papst Pius IX. zwei Jahre zuvor erlassene Dogma der Unbefleckten Empfängnis Mariens zu erinnern. Pius XII. (1939-1958) begann, dort am 8. Dezember regelmäßig Blumen niederzulegen. Seither haben die Päpste diese Tradition fortgeführt.

Papst mahnt sich an das Beispiel Mariens zu halten

Vorher hatte der Papst darauf hingewiesen, dass der Glaube nicht alle Probleme auf magische Weise lösen könne. Dennoch gelte es gerade in schwierigen Situationen, dem Beispiel der Gottesmutter zu folgen und nicht das Gottvertrauen zu verlieren, sagte  Franziskus am Mittag auf dem Petersplatz.

"Denken wir nur an die nicht den Gesetzen entsprechende Situation, an den Schmerz Josefs, die zerplatzen Lebenspläne, an das, was die Leute sagen würden." Maria jedoch sei sich sicher gewesen, dass Gott ihr beistehen werde. Es sei daher weise, ihrem Beispiel zu folgen: "Machen wir unser Leben nicht von Problemen abhängig – sobald eines gelöst ist, kommt das nächste – sondern vertrauen wir auf Gott und vertrauen wir uns ihm jeden Tag an", so der Papst.

(KNA, VN)

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