Kreuze auf dem Gelände des Heiligtums des heiligen Alberto Hurtado in Santiago de Chile
Kreuze auf dem Gelände des Heiligtums des heiligen Alberto Hurtado in Santiago de Chile
Papst Franziskus
Papst Franziskus nachdenklich

28.06.2018

Papst nimmt Rücktritt zweier weiterer Bischöfe aus Chile an Konsequenzen bei Missbrauchsaufarbeitung

Die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche Chiles schreitet mit weiteren Personalentscheidungen voran. Papst Franziskus hat nun die Rücktritte von zwei weiteren chilenischen Bischöfen angenommen.

Wie der Vatikan am Donnerstag bekanntgab, handelt es sich um Bischof Alejandro Goic Karmelic (78) von Rancagua sowie Bischof Horacio del Carmen Valenzuela Abarca (64) von Talca.

Für beide Bistümer ernannte der Papst jeweils Apostolische Administratoren, die in seinem Auftrag die Diözesen einstweilen leiten werden. Dies sind die Weihbischöfe Luis Fernando Ramos Perez (59) und Galo Fernandez Villaseca (57) aus dem Erzbistum Santiago.

Missbrauchsskandal in chilenischer Kirche

Wegen des aktuellen Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche Chiles hatten 29 der amtierenden 31 Bischöfe des Landes nach einem mehrtägigen Treffen Mitte Mai mit dem Papst im Vatikan ihren Rücktritt angeboten. Am 11. Juni nahm Franziskus den Rücktritt der ersten drei Bischöfe an.

Dies waren der Bischof von Osorno, Juan Barros (61), von dem der Eklat seinen Ausgang nahm, Erzbischof Cristian Caro Cordero (75) von Puerto Montt und Bischof Gonzalo Duarte Garcia de Cortazar (75), Leiter des Bistums Valparaiso. In den betroffenen Bistümern setzte Franziskus ebenfalls Apostolische Administratoren "sede vacante et ad nutum Sanctae Sedis" ein: Verwalter des verwaisten Bischofsstuhls auf Widerruf.

Vatikan nennt keine Gründe

Von den nun Zurückgetretenen gehörte Bischof Horacio Valenzuela zum Kreis um den wegen Missbrauchs verurteilten Priester Fernando Karadima. Wie Bischof Juan Barros von Osorno wird auch Valenzuela Schweigen über Missbrauchsfälle und Vertuschung vorgeworfen.

Bischof Goic, der bereits deutlich über dem vom Kirchenrecht vorgesehenen Ruhestandsalter von 75 ist, soll in seinem Bistum Rancagua mit einem mutmaßlichen Missbrauchsnetzwerk zu schaffen haben. In allen fünf Fällen nannte der Vatikan keine Gründe für den Rücktritt.

Eines der prominentesten chilenischen Missbrauchsopfer, Juan Carlos Cruz, begrüßte in einer ersten Reaktion die neue Entscheidung des Papstes: "Zwei böse und korrupte Bischöfe weniger", schrieb er auf Twitter.

(KNA)

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