Chile bereitet sich auf Papstbesuch vor
Chilenische Fahnen

02.05.2018

Missbrauchsopfer bewerten Gespräche mit Papst positiv "Den Worten sollten Taten folgen"

Chilenische Missbrauchsopfer haben ihre Gespräche mit Papst Franziskus als konstruktiv bewertet. Nachdem sie fast zehn Jahre als Feinde behandelt worden seien, hätten sie nun im Vatikan "das freundliche Gesicht der Kirche" kennengelernt.

Das teilten Juan Carlos Cruz, James Hamilton und Jose Andres Murillo am Mittwoch in Rom mit. Der Papst habe sie persönlich und im Namen der ganzen Kirche um Verzeihung gebeten.

Missbrauch eine "Epidemie"

Zugleich nannten sie sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche eine "Epidemie", die Tausende Leben zerstört habe. Es gehe nicht um Sünden, sondern um Verbrechen. "Wir sprechen aus Erfahrung; eine, die andere nicht überleben konnten", hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Sie hätten dem Papst die Tragweite der Vertuschung von Missbrauch dargelegt. Diese Praxis sorge für Wiederholungen und fördere "Missbrauchsnetzwerke innerhalb und außerhalb der Kirche".

Als Eckstein von Missbrauch und Vertuschung bezeichneten sie eine "pathologische und uneingeschränkte Machtausübung". Die katholische Kirche müsse ein "Verbündeter und Führer im weltweiten Kampf gegen Missbrauch" werden. Noch immer biete die Kirche den Opfern noch nicht genug Unterstützung.

Nun Taten vom Papst erwartet

Die Gespräche der vergangenen Tage bewerteten sie als offen und respektvoll. Franziskus habe über Stunden "aufmerksam, aufnahmebereit und sehr empathisch" zugehört. Der Papst habe weitere Vorschläge zur Bewältigung der Missbrauchskrise erbeten. "Wir werden mit ihm weiter an diesem Thema arbeiten", so die drei Chilenen. Franziskus müsse seine Worte in "beispielhafte Taten" umsetzen; andernfalls wäre das Treffen vergebens.

Die drei Männer wurden als Jugendliche Opfer sexueller Vergehen durch den inzwischen 87-jährigen Priester Fernando Karadima. Zugleich werfen sie heutigen Bischöfen aus dem Schülerkreis Karadimas vor, von den Taten ihres Mentors gewusst und diese gedeckt zu haben. Der Papst hat die chilenischen Bischöfe für Mitte Mai in den Vatikan einbestellt, um mit ihnen über den Umgang mit dem Skandal zu sprechen.

(KNA)

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