Grübelnder Papst Franziskus
Grübelnder Papst Franziskus

20.06.2016

Papst bekennt Glaubenszweifel "Habe Jesus getadelt"

Papst Franziskus hatte nach eigenen Worten immer wieder Glaubenszweifel. Oft habe er religiöse Krisen erlebt, "als Jugendlicher, Seminarist, Priester, Ordensmann, Bischof und Papst", sagte er beim Besuch eines römischen Studienkollegs.

Dabei habe er auch "die Unverfrorenheit besessen, Jesus zu tadeln", und den Glauben als Illusion oder Alibi empfunden. Solche Zweifel bezeichnete der 79-jährige Papst gleichwohl als notwendig: Einem Christen, der keine Glaubenskrisen kenne, fehle etwas, sagte er laut dem am Montag vom Vatikan veröffentlichten Redeskript.

Krise als Zeichen des Vorankommens

Eine Krise bedeute zugleich Gefahr und Chance, so Franziskus. "Ein Christ - das habe ich gelernt - darf keine Angst haben, in eine Krise zu geraten: Es ist ein Zeichen, dass er vorwärtsgeht, dass er nicht am Ufer des Flusses oder des Meeres ankert". Zum Risiko des Unterwegsseins gehöre auch, Fehler zu machen; den größeren Fehler mache aber, wer stillstehe. "Riskiere etwas für hehre Ziele, riskiere, dir die Hände schmutzig zu machen", sagte der Papst.

Franziskus äußerte sich bei einem Besuch der Stiftung "Villa Nazareth" in Rom am Samstag. Getragen wird diese Einrichtung zur Studienförderung von der katholischen "Gemeinschaft Domenico Tardini". Ihr Vorsitzender ist Kardinal Achille Silvestrini, emeritierter Leiter der Ostkirchenkongregation im Vatikan.

Heiraten aus Überzeugung

Bei der Begegnung rief der Papst unter anderem auch zu einem überlegteren Schritt in die Ehe auf. Wenn eine Hochzeit hauptsächlich als gesellschaftliches Ereignis verstanden werde, sei zu fragen, ob die Eheleute eine hinreichend freie Entscheidung träfen. Dies sei eine Voraussetzung für den Empfang des Sakraments, sagte der Papst. Wer von dem "sakramentalen Geheimnis" der Ehe nicht überzeugt und nicht gut vorbereitet sei, für den sei es "besser, nicht zu heiraten".

(KNA)

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