Franziskus und Kyrill I.: Austausch der gemeinsamen Erklärung
Franziskus und Kyrill

15.02.2016

Kreml und russische Zeitungen würdigen ökumenisches Treffen von Kyrill und Franziskus "Brüder in Havanna"

Der Kreml hat die Begegnung des russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill mit Papst Franziskus als "absolut einzigartiges Treffen" gewürdigt. Die russische Presse stufte das Treffen als historisch ein und berichtet ausführlich.

Kreml-Sprecher Dimitri Peskow sagte am Montag laut russischen Nachrichtenmedien, beide Kirchenoberhäupter seien sich einig im Schutz der "Interessen der Christen", insbesondere an den Orten, wo Christen bedroht würden.

Bedeutsam sei zudem, dass Kyrill I. und Franziskus ihren Dialog fortsetzen wollten, so Peskow. Ministerpräsident Dmitri Medwedew hatte am Wochenende am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz die erste Begegnung eines Moskauer Patriarchen mit einem römischen Papst als "leuchtendes Beispiel" für eine mögliche Annäherung zwischen dem Westen und Russland bezeichnet.

Presse: "Treffen des Jahrtausends"

Die russische Presse würdigte die erste Begegnung eines orthodoxen Moskauer Patriarchen mit einem römischen Papst als Durchbruch in den Beziehungen beider Kirchen. Alle Zeitungen berichten ausführlich über das Ereignis und stufen es als historisch ein.

Das Massenblatt "Moskowski Komsomolez" bezeichnet die Begegnung des russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. mit Papst Franziskus auf Kuba als "Treffen des Jahrtausends". Unter der Schlagzeile "Brüder in Havanna" wertet die Zeitung den Ökumene-Gipfel als "diplomatischen Sieg von Franziskus". Dem Vatikan sei es in fast 30-jähriger Arbeit gelungen, die russisch-orthodoxe Kirche für die Zusammenkunft der Oberhäupter beider Kirchen zu gewinnen.

Mit Blick auf die orthodoxe Begrüßungsgeste und den Inhalt der gemeinsamen Erklärung von Kyrill I. und Franziskus meint "Moskowski Komsomolez" allerdings: "Das Treffen fand zweifellos unter dem Diktat Moskaus statt." Denn in der Erklärung werde die Entstehung der mit Rom verbundenen ("unierten") griechisch-katholischen Kirche vor mehr als 400 Jahren kritisiert.

"Zur richtigen Zeit am richtigen Ort"

Die Tageszeitung "Iswestija" titelt: "Mehr als Politik". Die Begegnung werde die Grundpfeiler der Weltordnung stark beeinflussen. Das Treffen fördere die kirchliche und die politische Zusammenarbeit. Das Blatt hebt die Bedeutung der Erklärung der Kirchenoberhäupter für die Ukraine-Krise hervor. Sie hätten sich darin für eine Verbesserung der russisch-ukrainischen Beziehungen ausgesprochen.

Der "Kommersant" stellte fest, der Patriarch und der Papst hätten sich «zur richtigen Zeit am richtigen Ort» getroffen. Der Sprecher des katholischen Moskauer Erzbistums Kyrill Gorbunow sagte der Zeitung, die russischen Katholiken hätten lange für diese Begegnung gebetet. "Wir hoffen, dass ein Treffen in Moskau zustande kommt", wird er zitiert.

Kyrill I. und Franziskus waren am Freitag auf Kuba zusammengetroffen. Es war das erste Treffen der Kirchenoberhäupter aus Moskau und Rom seit der Entstehung des Moskauer Patriarchates im 15./16. Jahrhundert.

(KNA)

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