Papstmessse in Uganda
Papstmessse in Uganda
Gläubige in Uganda
Gläubige in Uganda

28.11.2015

Papst Franziskus feiert Messe für ugandische Märtyrer Appell für gerechtere Gesellschaft

An seinem vierten Tag seiner Afrika-Reise erinnerte Papst Franziskus an die Märtyrer Ugandas. Er rief dazu auf, für das Gemeinwohl zusammenzuarbeiten und eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen. Zehntausende Gläubige feierten mit ihm. 

Papst Franziskus hat am Samstag in einer Messe in Uganda an 32 katholische und anglikanische Märtyrer des Landes erinnert. Mit ihrer Offenheit auch für andere, ihnen gegenüber feindlich eingestellte Menschen seien sie ein Vorbild für Gläubige von heute, sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in seiner Predigt vor 100.000 Pilgern in Namugongo. Ein solcher Glaube führe nicht zur Abwendung von der Welt. Er helfe vielmehr, "die Bedürftigen zu erreichen, mit den anderen für das Gemeinwohl zusammenzuarbeiten und eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen, welche die Menschenwürde fördert und niemanden ausschließt".

Gleichzeitig hat einen neuen missionarischen Eifer von allen Gläubigen gefordert. Um Wort und Liebe Gottes zu verbreiten, müsse man nicht in die Ferne reisen, es gebe auch in der Heimat genügend Gelegenheiten dafür, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag. Dies sei wesentlich für die Verbreitung des Glaubens. "Ich bitte euch immer um eine großherzige Antwort auf dieses Erfordernis", sagte Franziskus.

Papst ruft zu Handeln für Gemeinwohl auf 

Der 78-Jährige zelebrierte vor Zehntausenden Gläubigen in rotem Messgewand - als Symbol für das Blut der Märtyrer - eine Messe am Schrein der Märtyrer von Namugongo bei Kampala. 45 Christen, Anglikaner und Katholiken, waren vor 130 Jahren wegen ihres Glaubens hingerichtet worden. Als Zeichen der Ökumene besuchte Franziskus auch den Schrein der anglikanischen Märtyrer.

Die 22 katholischen Märtyrer wurden bereits 1920 selig-, dann 1964 heiliggesprochen. "Da sie ihren Glauben entfaltet und ihre Liebe zu Gott verstärkt hatten, hatten sie keine Furcht, Christus zu den anderen zu bringen, nicht einmal um den Preis ihres Lebens", sagte Franziskus. Der örtliche König Mwanga ließ die jungen Männer, von denen einige im Dienst seines Hofes gestanden hatten, 1886 hinrichten. Dabei spielte nach Angaben der ugandischen Kirche auch eine Rolle, dass sich die neu bekehrten Christen den homosexuellen Vorlieben des Königs verweigerten.  

Der Papst rief dazu auf, für das Gemeinwohl zusammenzuarbeiten und eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen, die auf der Menschenwürde fußt und niemanden ausschließt. Das Vorbild der Märtyrer stehe dafür, dass nicht weltliche Vergnügungen und irdische Macht der Welt den Frieden brächten, sondern nur Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit und die Treue zu Gott.

Appell an Regierung 

Der zweite Besuchstag des Papstes im ostafrikanischen Uganda steht im Zeichen der Begegnung mit Jugendlichen, Priestern und Ordensleuten.

Nach seiner Ankunft hatte Franziskus am Freitag an die Führung des Landes appelliert, für das Wohl der gesamten Gesellschaft zu arbeiten. Uganda brauche eine gute und transparente Regierung, um eine Beteiligung aller sowie eine gerechte Güterverteilung sicherzustellen. Seit 1986 wird das Land von Präsident Yoweri Museveni zunehmend autokratisch regiert.

Am Nachmittag wollte der Papst auf dem Flugfeld Kololo in Kampala eine Rede vor Jugendlichen halten. Dabei sollten dem Vernehmen nach auch ein zeitweise von Rebellen entführter junger Mann und eine HIV-positive Uganderin von ihren Erfahrungen berichten.  

Größtes Wachstum der Kirche 

Nach Vatikan-Angaben sind 47 Prozent der Ugander katholisch. Das Land hat damit einen der höchsten Katholikenanteile im südlichen Afrika. Seit den 1930er Jahren ging von Uganda die Ausbildung eines einheimischen afrikanischen Klerus aus. Heute sind 90 Prozent der katholischen Bischöfe und Geistlichen auf dem Schwarzen Kontinent Afrikaner. Die elfte Auslandsreise seit seiner Wahl zum Papst im März 2013 führt Franziskus für sechs Tage nach Afrika - in die Weltregion, in der die katholische Kirche am stärksten wächst. Erste Station war Kenia. Nach dem Aufenthalt in Uganda besucht er am Sonntag, dem ersten Advent, den Krisenstaat Zentralafrikanische Republik. 

(dpa, KNA, epd)

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