13.04.2020

Osterbotschaft des pakistanischen Premierministers in der Kritik Zu Hause beten

Die Kirchen in Pakistan waren bereits vor dem "Lockdown" geschlossen. Eine islamische Missionsgesellschaft hatte Aufforderungen der Behörden ignoriert. Der Premier mahnte allerdings die Christen an, zu Hause zu bleiben.

Die offiziellen Ostergrüße des pakistanischen Premierministers an die Christen in dem mehrheitlich islamischen Land sind auf Kritik gestoßen. In der Grußbotschaft hatte Premierminister Imran Khan die Christen ermahnt, zum Schutz gegen die Verbreitung des Coronavirus zu Hause zu bleiben und Ostern nur in den eigenen vier Wänden zu feiern. Farhatullah Babar, ehemaliger Senator und früherer Pressesprecher des Präsidenten, sagte dem asiatischen katholischen Pressedienst Ucanews am Montag: "Die Christen zu drängen, Ostern zu Hause zu feiern und zu beten, ist richtig. Zu Hause zu beten, sollte aber auch den Muslimen geraten werden."

Ammar Rashid, Vorsitzender der linksorientierten Awami Arbeiterpartei, klagte, Imran Khan habe nicht ein einziges Mal die Muslime aufgefordert, zu Hause zu beten statt die Moscheen zu besuchen, "obwohl Kleriker sich offen gegen die Anordnungen (von Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus) stellen".

Kirchen geschlossen

Die pakistanischen Katholiken hatten bereits vor dem Beginn des "Lockdowns" in Pakistan in der zweiten Märzhälfte ihre Kirchen geschlossen. Auf der anderen Seite fand noch Mitte März in Lahore eine Veranstaltung der islamischen Missionsgesellschaft Tablighi Jamaat mit Hunderttausend Teilnehmern statt. Die Veranstalter hatten die Aufforderung der Behörden zur Absage ignoriert, und die Behörden hatten nichts unternommen, um ihre Aufforderung durchzusetzen.

Ein großer Teil der Covid-19-Infektionen in Pakistan konnte inzwischen laut Experten auf Teilnehmer der Veranstaltung zurückgeführt werden. Seit Anfang April wurden in allen Provinzen Pakistans insgesamt mehr als 20.000 Teilnehmer unter Quarantäne gestellt. Am Montag waren 50 Prozent der 5.478 bestätigten Covid-19-Infektionen in der Provinz Punjab und ihrer Hauptstadt Lahore registriert.

(KNA)

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