Ostereiersuche: Ein Kind sammelt bunte Ostereier
Ostereiersuche: Ein Kind sammelt bunte Ostereier
Ostereiersuche: Zwei Mädchen legen Ostereier in ein Körbchen
Ostereiersuche: Zwei Mädchen legen Ostereier in ein Körbchen
Ostereiersuche
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Mädchen mit Ostereiern
Mädchen mit Ostereiern

13.04.2020

Ostern im Zeichen der Nachhaltigkeit Mit Bio-Schokolade, Naturfarben und Moos

Immer mehr Menschen wollen klimabewusst leben und ihre Feste nachhaltig und umweltverträglich feiern. Auch Ostern lässt sich mit einigen kleinen Tricks umweltschonend begehen. Wie lässt sich dieses Ziel erreichen?

Die Corona-Krise zwingt in diesem Jahr viele Gläubige zum Improvisieren: Gottesdienste fallen aus, Kirchen bleiben geschlossen, der Vatikan plant Osterfeierlichkeiten ohne Besucher. Trotzdem fällt Ostern nicht aus. Die Vorbereitungen dafür kann jeder selbst treffen: Eier bemalen, Osterlamm backen, dekorieren - das geht auch auf nachhaltige Weise.

Ökologisches Eierfärben

Für viele Kinder gehört die Suche nach bunten Ostereiern mit zum Fest. Wenn sich Eltern nachhaltig auf die Tradition vorbereiten möchten, empfiehlt es sich, Bio-Eier zu kaufen. Um die Eierschalen bunt zu färben, braucht es aber nicht unbedingt eine gekaufte Farbe. Die Natur bietet genügend natürliche Färbemittel - etwa Spinat, rote Beete, Karotten oder Heidelbeeren. Wer dennoch lieber auf Eierfarbe zurückgreift, könne aber auch das bedenkenlos tun, sagt Indra Enterlein vom Naturschutzbund Deutschland. Denn dabei handele es sich um unbedenkliche Lebensmittelfarbe.

Bereits vorgefärbte Eier zu kaufen, ist ökologisch hingegen keine gute Idee, wie Enterlein sagt. "Wenn man gefärbte Eier kauft, handelt es sich meist nicht um Bio-Eier. Außer sie kommen aus dem Bio-Laden".

Alternative zum künstlichen Osternest

Alternativen lassen sich aber auch fürs Osternest finden. Künstliches Ostergras braucht es nicht. Stattdessen ist dieses leicht zu ersetzen durch Heu vom Bauern, aus der Tierhandlung oder sogar aus der Kleintierecke beim Supermarkt. Osternester aus Kunststoff sind ebenso unnötig. Im Internet lassen sich Anleitungen finden, wie sich Osternester einfach aus Naturmaterialien herstellen lassen.

Und: Viele Gärtner stöhnen nicht nur im Frühjahr über das Moos im heimischen Rasen. Warum nicht ein paar Hände voll abzupfen - als kuscheliger Untergrund für Schokohase und Eier? Um zu vermeiden, dass Käfer und andere Insekten unfreiwillig umziehen, sollte das Moos zuvor noch eine Nacht draußen aufbewahrt werden, damit sich die Tiere einen anderen Unterschlupf suchen können.

Insektenfreundliche Bepflanzung

Wer bei den ersten Sonnenstrahlen Lust bekommen hat, seinen Balkon oder seinen Garten zu verschönern, kann auch das mit Bedacht tun und zum Beispiel insekten- und bienenfreundliche Pflanzen setzen. Über Narzissen, auch Osterblumen genannt, Blausternchen und Tulpen freuen sich Bienen, Schmetterlingen und Co.

Auch beim Kauf von Schnittblumen lässt sich auf ökologische und soziale Standards achten. Rund 80 Prozent der Schnittblumen werden aus dem Ausland nach Deutschland importiert, häufig aus Entwicklungsländern. Das Fairtrade-Siegel gibt es auch für Blumen und Pflanzen. Es zeigt, dass die Farmen, die die Pflanzen züchten, strenge Umweltkriterien einhalten müssen und die Beschäftigten dort unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten.

Geschenkeauswahl mit Bedacht

Bei Ostergeschenken gilt: Langlebige Produkte, die sich reparieren lassen, bringen mehr Freude als kurzlebige Dinge, die schneller ersetzt werden müssen. "Es fängt schon bei Kleinigkeiten an", sagt Enterlein, "wenn ich meinem Kind Gummistiefel schenke, deren Sohlen blinken, ist das später Elektroschrott und muss als solcher entsorgt werden. Darüber kann man vor dem Kauf nachdenken und zu einem anderen Produkt greifen." Sie empfiehlt darüber hinaus zu verschenken, was sich Kinder wirklich wünschen, um Geschenke zu vermeiden, die ihr Dasein dann in einer vergessenen Ecke fristen müssen.

Das Osternest ist häufig die Heimat von Schokohasen. Wer Fairtrade-Schokolade verschenkt, unterstützt damit Kleinbauern in Entwicklungsländern, die für ihre Kakaobohnen einen Mindestpreis erhalten. Fairer Handel verbietet darüber hinaus auch ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit. Inzwischen residiert fair gehandelte Schokolade auch nicht mehr ausschließlich in den Regalen von Bio- und Weltläden, sondern ist auch in Supermärkten und Discountern erhältlich.

"Vielen Menschen sind klimabewusster geworden", sagt Enterlein vom NABU. "Aber das eine Ei, das diesmal Bio gekauft wird, ist nicht die Lösung der Sache." Stattdessen komme es darauf an, nachhaltige Gewohnheiten auch nach Feiertagen beizubehalten und auszubauen.

Lisa Konstantinidis
(KNA)

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