Für die Medien war 2018 kein gutes Jahr
Für die Medien war 2019 kein gutes Jahr
Journalisten bei der Arbeit
Journalisten bei der Arbeit
Trauerfeier für getötete Journalistin McKee
Trauerfeier für getötete Journalistin McKee
Demonstranten halten Plakate mit dem Bild des getöteten Journalisten Jamal Khashogg
Demonstranten halten Plakate mit dem Bild des getöteten Journalisten Jamal Khashogg
Menschen versammeln sich am Tatort, um der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia zu gedenken
Menschen versammeln sich am Tatort, um der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia zu gedenken

17.12.2019

Jahresbilanz der Pressefreiheit 2019 vorgestellt Journalisten leben gefährlich

Journalisten leben weltweit weiterhin gefährlich. Zwar war die Zahl der getöteten Medienleute dieses Jahr rückläufig. Doch manche vermeintlich friedlichen Länder sind so gefährlich wie Kriegsgebiete.

Zum Jahresende 2019 sitzen weltweit 389 Journalisten und andere Medienschaffende in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit im Gefängnis, zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr. Mindestens 49 Medienschaffende wurden getötet, nur eine Minderheit von ihnen in Kriegsgebieten, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Jahresbilanz der Pressefreiheit 2019 von Reporter ohne Grenzen (ROG) hervorgeht.

Die gefährlichsten Länder waren demnach Syrien, Mexiko, Afghanistan, Pakistan und Somalia. Mindestens 57 Medienschaffende sind derzeit entführt, so Reporter ohne Grenzen.

Fast die Hälfte aller inhaftierten Journalisten ist laut ROG auf China, Ägypten und Saudi-Arabien konzentriert. Zum Stichtag 1. Dezember waren in China 120 Medienschaffende im Gefängnis, 34 in Ägypten, 32 in Saudi-Arabien, 26 in Syrien (bei hoher Dunkelziffer) sowie jeweils 25 in der Türkei und Vietnam.

Mexiko ebenso gefährlich wie Syrien

"Die hohen Zahlen inhaftierter Journalistinnen und Journalisten in China, Ägypten und Saudi-Arabien sind ein Beleg dafür, wie diese Regime die Schraube der Repression weiter angezogen haben", sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. Selbst wenn 2019 deutlich weniger Medienschaffende in bewaffneten Konflikten getötet worden seien als in früheren Jahren: Ein Land im Friedenszustand wie Mexiko sei für Journalisten ebenso gefährlich wie das Bürgerkriegsland Syrien, so Rediske.

In China erreichte die Zahl inhaftierter Medienschaffender 2019 laut ROG ungekannte Höhen. Mehr als 40 Prozent von ihnen sind Bürgerjournalisten, die trotz verschärfter Zensur Sozialer Netzwerke versuchen, über das Internet unabhängige Informationen zu verbreiten. Die meisten der 2019 neu hinzugekommenen Fälle inhaftierter Medienschaffender in China gehören demnach der muslimischen Minderheit der Uiguren an.

In der Türkei wurden im Laufe des Jahres Dutzende Journalistinnen und Journalisten freigelassen, weil sie ihre Haftstrafen abgesessen haben oder von neuen Gerichtsentscheidungen zu ihren Fällen profitierten. Mehrere wurden jedoch nach kurzer Zeit erneut inhaftiert. Das Risiko einer strafrechtlichen Verfolgung sei für Medienschaffende in der Türkei sogar gestiegen.

Die meisten Journalisten wurden 2019 in Syrien und Mexiko (jeweils 10), Afghanistan (5), Pakistan (4) und Somalia (3) getötet. Insgesamt 20 Medienschaffende kamen in Ländern mit bewaffneten Konflikten ums Leben, 29 außerhalb solcher Gebiete. 30 Medienschaffende waren in Syrien entführt, 15 im Jemen, 11 im Irak und einer im Osten der Ukraine, hieß es.

(KNA)

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