Pfarrer Rainer Maria Schießler (l.)
Pfarrer Rainer Maria Schießler (l.)

11.07.2020

Pfarrer Schießler spielt "Der Glaube" in Jedermann-Inszenierung "Ich habe das letzte Wort"

Unter Corona-Bedingungen wird Ende Juli das Theaterstück "Jedermann" in der Münchener Pfarrkirche Pfarrer Schießlers aufgeführt. Ihm kommt die Rolle des "Glauben" zu. Besonders freut ihn, dass er am Ende das letzte Wort haben werde.

Rainer Maria Schießler (59), Münchner Pfarrer und Bestsellerautor, ist immer für eine Überraschung gut. Ende des Monats wird er als "Der Glaube" mit dabei sein, wenn Hugo von Hofmannsthals "Jedermann" in seiner Pfarrkirche Sankt Maximilian in München aufgeführt wird, wie das katholische Internetportal mk-online.de berichtete. Schauspiel-Erfahrung bringt der Geistliche mit. So spielte er bereits in TV-Serien wie "München 7", "Dahoam is dahoam" oder "München Grill" mit.

Eigentlich Frauenrolle

Über seine Rolle sagte Schießler, niemand wolle den reichen Jedermann auf seinem Weg in den Tod begleiten, nicht die Freunde, nicht die Buhlschaft, nicht der Mammon. Die "Guten Werke" seien zu schwach, und so bleibe am Ende nur "Der Glaube". Eigentlich werde der Part sonst mit einer Frau besetzt, in dieser Fassung übernehme jedoch Schießler ihn. Er selbst finde das passend und bemerkte zugleich grinsend: "Aber das Schönste daran ist, dass ich das letzte Wort habe."

Stück ins heutige München übersetzt

Fünf Aufführungen sind für den "Jedermann" in der Inszenierung des Anna-Funk-Ensembles angesetzt, nämlich am 25., 26. und 31. Juli sowie am 1. und 2. August. Eine weitere Besonderheit ist laut Mitteilung, dass die Hauptrolle von einer Frau, nämlich von Ulrike Dostal, verkörpert wird. Funk habe das von 1911 stammende Stück ins heutige München versetzt. Thematisiert würden auch der Mietenwahnsinn, die Party-Gesellschaft mit "It-Girls" und Musikern sowie die Ausbeutung osteuropäischer Arbeitskräfte. Und natürlich komme die Frage nach dem Glauben vor.

Kirche wird zur Bühne

Der gesamte Kirchenraum werde zur Bühne, heißt es. Ein Handwerker solle im Stück die in der Kirche notwendigen Sanierungsarbeiten kommentieren. Die Schäden müsse kein Bühnenbildner hinzaubern, weil sie deutlich sichtbar seien. Der Teufel werde, so Schießler, hinter dem Tabernakel auftauchen; der Tod wiederum werde vom Balkon aus in 13 Meter Höhe und eingehüllt in Nebelschwaden die Jedermann-Rufe ertönen lassen. Die coronabedingten Abstandsregeln sollen eingehalten werden.

(KNA)

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