Nachfolger der Kaiserglocke – der "dicke Pitter" im Kölner Dom
"Der dicke Pitter" im Kölner Dom
Nach dem verheerenden Brand der Kathedrale Notre-Dame
Nach dem verheerenden Brand der Kathedrale Notre-Dame
Kölner Dom im Sonnenaufgang
Kölner Dom im Sonnenaufgang

16.04.2019

Kölner Domglocken läuten als Zeichen der Solidarität mit Paris "Wir leiden mit"

Nach dem Brand von Notre-Dame haben am Dienstagmittag die Glocken des Kölner Doms als Zeichen der Solidarität geläutet. "Wir trauern und leiden mit den französischen Katholiken in dieser Stunde in besonderer Weise", so Kardinal Woelki.

"Es ist ein Ort, an dem über Jahrhunderte hinweg Menschen den Glauben gefeiert haben, ein Ort, an dem französische Geschichte geschrieben wurde, und ein Ort, wo wichtige Zeugnisse unseres christlichen Glaubens aufbewahrt werden", erklärte der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki weiter.

Der Erzbischof rief dazu auf, die "französischen Freunde auf keinen Fall alleine zu lassen". Zugleich nannte er es "ein Signal der Hoffnung", dass der französische Staatspräsident Emmanuel Macron schon den Wiederaufbau zugesagt habe. "Das macht deutlich, wie wichtig Kirchen und Gotteshäuser für unsere Gesellschaften und Kultur sind."

Unterstützung und Solidarität

Der Vatikan stellte Hilfe beim Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame in Aussicht. So könnten etwa Restauratoren der Vatikanischen Museen ihre Fachkompetenz beisteuern, sagte der Präsident des Päpstlichen Kulturrats, Kardinal Gianfranco Ravasi, am Dienstag vor Journalisten in Rom. Von einer finanziellen Beteiligung ging Ravasi nicht aus. Die Kathedrale sei französisches Staatseigentum. Das Land sei in der Lage, die Kosten alleine zu tragen. Der Kardinal nannte Notre-Dame eine "Kathedrale für Gläubige und Nichtglaubende".

Auch Italiens Kulturminister Alberto Bonisoli bot technische Unterstützung an. Noch am Unglücksabend habe er seinem französischen Amtskollegen Franck Riester die Hilfe italienischer Experten zugesagt, teilte Bonisoli auf Facebook mit. Bonisoli verwies auf Restaurierungserfahrungen mit dem Opernhaus La Fenice in Venedig, das 1996 bis auf die Grundmauern niedergebrannt war, und auf die Kapelle des Grabtuchs Jesu im Turiner Dom, die 1997 durch ein Feuer verwüstet wurde.

Tiefstes Mitgefühl

Der Kölner Dompropst Gerd Bachner bekundete "tiefstes Mitgefühl". Notre-Dame stehe genauso symbolisch für Frankreich wie der Kölner Dom für Deutschland. "Deshalb schmerzen uns in Köln die schrecklichen Bilder der brennenden Kathedrale ganz besonders. Das Feuer trifft auch unsere Herzen."

"Der Brand von Notre-Dame bedeutet die Vernichtung der Werke von Generationen und damit einen unermesslichen Verlust für ganz Europa", sagte der Kölner Dombaumeister Peter Füssenich. Das Feuer erinnere ihn an einen vergleichbaren Brand in Düsseldorf vor einigen Jahren.

Auf dem Dach der Kirche Sankt Peter habe sich nach Dachsanierungsarbeiten mit einem Gasbrenner eine Staubexplosion ereignet. In der Folge habe sich ein Brand unglaublich schnell im Dachstuhl ausgebreitet. Für die Feuerwehr sei ein Feuer von solchen Ausmaßen eine große Herausforderung und gleichzeitig ein hohes Risiko. "Der Arbeit der Feuerwehr muss man höchsten Respekt zollen", so Füssenich.

Vorbeugender Brandschutz wichtiges Thema

Der Kölner Dom sei durch seinen eisernen Dachstuhl aus dem 19. Jahrhundert besser geschützt, führte der Dombaumeister aus. Mit einem hölzernen Dach wie in Paris hätte das Gotteshaus im Zweiten Weltkrieg sicher noch viel gravierendere Schäden davongetragen.

Dennoch bleibe auch für den Kölner Dom der vorbeugende Brandschutz ein wichtiges Thema, führte Füssenich aus. Er verwies auf regelmäßige Begehungen der Feuerwehr und eine ständige Anpassung des Brandschutzkonzeptes. Regelmäßig werde geübt, "wie wir im Brandfall unsere einzigartigen Kunstwerke mit speziellen Löschdecken sichern können". Baumaßnahmen am Dom würden nur unter großen Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt, so Füssenich. "Vor allem bei Löt- und Schweißarbeiten gehen wir mit großer Sorgfalt und Umsicht vor", betonte der Dombaumeister.

(KNA)

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