Soldaten und Polizeibeamte stehen vor dem US-Kapitol
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Erzbischof Ludwig Schick
Erzbischof Ludwig Schick
Sicherheitsmaßnahmen am Kapitol
Sicherheitsmaßnahmen am Kapitol
Donald Trump
Donald Trump

08.01.2021

Erzbischof Schick fordert Aufarbeitung der Vorfälle in Washington Kapitolstürmer und Trump gehören vor Gericht

Der Bamberger katholische Erzbischof Ludwig Schick hat eine konsequente juristische Aufarbeitung der Vorfälle in Washington gefordert. Diejenigen, die in das Kapitol eingedrungen seien, "müssen vor Gericht", erklärte Schick am Freitag.

"Davon kann auch der Präsident nicht ausgenommen sein." Gewalttäter müssten zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden. Der Sturm auf das Kapitol müsse als "letzte Warnung verstanden werden", gerechte und friedvolle Gesellschaften wiederherzustellen, nicht nur in den USA.

"Der eigentliche Grund für diese unsäglichen Ereignisse ist die gewachsene und leider Gottes auch von Verantwortungsträgern geförderte Unfähigkeit, Konflikte friedlich zu lösen - mit Vernunft im Dialog", analysierte Schick, der auch die Weltkirche-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz leitet. "Noch-Präsident" Donald Trump sei nicht das einzige Staatsoberhaupt, das die Spaltung der Gesellschaft im eigenen Land befeuert und das Auseinanderfallen der internationalen Staatengemeinschaft vorangetrieben habe. Aufrufen zur Gewalt müsse auch mit Gesetzen Einhalt geboten werden.

Rolle der Christen

Kritisch setzte sich Schick mit dem Beitrag von Christen zur friedlichen Konfliktlösung auseinander. "Einige evangelikale Gruppen haben keine gute Rolle in den letzten Jahren in den USA und auch anderswo gespielt. Sie haben sich zum Steigbügelhalter von Politikern degradiert, deren Politik eigentlich einen Widerspruch aus dem Evangelium fordert." Religion und Politik, Staaten und Religionsgemeinschaften müssten grundsätzlich getrennt sein.

Versöhnungsprozesse

Für eine Versöhnung sei nun zunächst eine Analyse der Situation wichtig. "Was geschieht da? Wo sind die Wurzeln? Also erst mal richtig hinsehen, dann auch urteilen und dann handeln", erklärte der Bamberger Erzbischof bereits am Donnerstag im Interview auf DOMRADIO.DE.

Anschließend müssten auch die "einzelnen Institutionen für den Friedensprozess ihre Aufgaben erfüllen". Es müsse "alles getan werden, dass Frieden einkehrt", so Schick.

(KNA, DR)

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