Familienbund gegen Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz
Debatte über Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz

20.01.2020

Debatte über Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz Kindern eine Stimme geben

Über die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz wird seit geraumer Zeit diskutiert. Das Deutsche Kinderhilfswerk befürwortet die Umsetzung. Im Falle einer Realisierung geht die Organisation von einer kinderfreundlicheren Gesellschaft aus.

Dies werde aber "nicht von heute auf morgen die Lebensbedingungen von Kindern in Deutschland verbessern", sondern viele Jahre dauern, sagte der Bundesgeschäftsführer des Hilfswerks, Holger Hofmann, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Recht Minderjähriger auf gesellschaftliche Beteiligung könnten insbesondere kommunale Kinder- und Jugendparlamente sicherstellen.

Mitgestaltung und Erhalt der Demokratie

Nach Hofmanns Auffassung wird die von der Bundesregierung geplante Normierung von Kinderrechten im Grundgesetz die Rechte der Kinder quer durch die Rechtsgebiete stärken: vom Jugendhilferecht über das Straßenverkehrsrecht bis hin zum Baurecht. "Die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz wirkt sich auf alle drei Staatsgewalten aus. Denn Grundrechte binden Parlamente, Ministerien, Behörden und Gerichte als unmittelbar geltendes Recht", erklärte Hofmann.

Nach Ansicht des Geschäftsführers des Hilfswerks sollte jedes Kind das Recht auf Beteiligung in Angelegenheiten erhalten, die es selbst betreffen. "Seine Meinung sollte dann entsprechend seinem Alter und seiner Entwicklung in angemessener Weise berücksichtigt werden." Eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen werde dazu führen, dass sich die heute jüngere Generation auch später für die Mitgestaltung und den Erhalt unserer Demokratie engagiere, glaubt Hofmann.

Kinder- und Jugendparlamente

Ein geeignetes Forum zur Beteiligung seien Kinder- und Jugendparlamente, denn hier würden Kinder und Jugendliche kontinuierlich in die Kommunalpolitik einbezogen. Kinder- und Jugendparlamente, wie es sie schon heute in einigen Städten gebe, seien konkrete Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche vor Ort, sie nähmen ihre Anregungen und Forderungen auf und könnten diese in die Politik einspeisen.

Um Frustration und Resignation zu vermeiden, komme es entscheidend darauf an, dass "die Kinder und Jugendlichen die Früchte ihrer Arbeit selbst sehen können", sagte Hofmann. Ihnen seien daher tatsächliche Einflussmöglichkeiten zuzugestehen. "Oberster Grundsatz in der Kommune sollte sein, dass das Kinder- und Jugendparlament ernst genommen wird und vonseiten der Politik und Verwaltung eine Begegnung auf Augenhöhe stattfindet", sagte Hofmann.

Den Einwand, bei Kindern und Jugendlichen fehle für komplexe politische Themen häufig die notwendige Expertise, ließ Hofmann nicht gelten: "Hierfür holen sich die Kinder und Jugendlichen - wie Erwachsenengremien auch - den Input von Expertinnen und Experten hinzu."

Markus Jantzer
(epd)

Sommeraktion: Meine Heimatkirche

Die Sommeraktion von DOMRADIO.DE: Wir suchen Ihre Heimatkirche. Laden Sie ein Bild hoch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 06.08.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Solidarität in Corona-Zeiten “Quarantänehilfe. Miteinander-füreinander: Köln Nippes“
  • Bischof Peter Kohlgraf zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Katastrophale Lage im Libanon - Misereor hilft
  • Jesuit zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima
  • Wie geht's jetzt weiter mit dem Religionsunterricht?
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Katastrophale Lage im Libanon - Misereor hilft
  • Jesuit zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima
  • Wie geht's jetzt weiter mit dem Religionsunterricht?
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wichtig: Kein DAB+ mehr in NRW ab Juli

Leider sendet DOMRADIO ab Juli nicht mehr über DAB+ in NRW. Laden Sie sich doch unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…