Orthodoxe Kirche
Orthodoxe Kirche
Kyrill I., Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche
Kyrill I., Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche

10.07.2018

Moskau und Konstantinopel sprechen über Ukraine "Erhalt der orthodoxen Einheit"

Bewegung im Ringen um die Vorherrschaft der orthodoxen Kirchen in der Ukraine: Nun hat der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. in Moskau eine Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel zu Gesprächen empfangen.

Im Mittelpunkt der Unterredung habe die "Erhaltung der orthodoxen Einheit" gestanden, teilte die russisch-orthodoxe Kirche mit. Die Delegation von Konstantinopel leitete Metropolit Emmanuel von Frankreich.

In der Ukraine ringen zwei orthodoxe Kirchen um die Vorherrschaft: die Moskau unterstehende ukrainisch-orthodoxe Kirche und das 1992 von ihr abgespaltene Kiewer Patriarchat. Letzteres hat gemeinsam mit Staatspräsident Petro Poroschenko und dem ukrainischen Parlament den Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., gebeten, der Kirche des Landes die Autokephalie (Eigenständigkeit) zu verleihen.

Moskau lehnt die Unabhängigkeit der ukrainischen Kirche ab. Konstantinopel müsse sich an das Kirchenrecht halten, so der Sprecher des Moskauer Patriarchats. Demnach sei für die Gewährung der Autokephalie die Zustimmung aller orthodoxen Landeskirchen erforderlich.

"Politisches Werkzeug"

Ukrainische Politiker und der Kiewer Patriarch Filaret werfen der russisch-orthodoxen Kirche vor, ein "politisches Werkzeug" von Kreml-Chef Wladimir Putin zu sein. Sie habe eine "destruktive Rolle" bei der "russischen Aggression" in der Ostukraine gespielt. Die Ukraine brauche zur eigenen Sicherheit die Unabhängigkeit ihrer orthodoxen Kiche.

Rund 70 Prozent der 45 Millionen Ukrainer sind orthodoxe Christen. Die Mehrheit von ihnen bekennt sich zum Kiewer Patriarchat. Die Moskau unterstehende Kirche verfügt allerdings über deutlich mehr Pfarreien als das Kiewer Patriarchat. Die russisch-orthodoxe Kirche ist mit rund 150 Millionen Mitgliedern die mit Abstand größte orthodoxe Nationalkirche. Insgesamt 16 Staaten zählt das Moskauer Patriarchat zu seinem kanonischen Territorium.

(KNA)

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