21.05.2017

Obama muss bei Kirchentag mit kritischen Fragen rechnen Zum Gefangenenlager Guantánamo und zur Haltung im Syrien-Konflikt

Bei seinem Besuch beim evangelischen Kirchentag am Donnerstag in Berlin muss der frühere US-Präsident Barack Obama mit kritischen Fragen zu seiner Amtszeit rechnen.

"Es geht ja nicht nur darum, eine Bühne zu bieten", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Theologe moderiert vor dem Brandenburger Tor eine Diskussion mit Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über christliche Verantwortung in der Politik.

Gerade kritische Anfragen wie zum Gefangenenlager Guantánamo oder zur Haltung im Syrien-Konflikt sollten ins Gespräch gebracht werden, sagte Bedford-Strohm. Er befürwortete die Einladung weltbekannter Prominenter zu dem Christentreffen: "Nicht der Glamour steht im Zentrum, sondern Inhalte." Es sei wichtig, dass Christen mit Menschen diskutieren, die hohe politische Verantwortung tragen oder getragen haben, sagte der Theologe.

Kein Honorar, keine Michelle Obama

Obama folgt einer Einladung des EKD-Ratsvorsitzenden, die er vor einem Jahr zunächst für die Lutherstadt Wittenberg ausgesprochen hatte. Dort findet am kommenden Sonntag der Abschlussgottesdienst des Kirchentages statt. Nun werde Obama allerdings schon drei Tage zuvor in Berlin erwartet. Für seinen Kirchentagsauftritt bekommt der frühere US-Präsident kein Honorar, sagte Bedford-Strohm. Die frühere First Lady Michelle Obama werde beim Kirchentag nicht erwartet.

Nicht nur wegen des Obama-Besuchs, sondern wegen der allgemeinen Sicherheitslage gelten beim diesjährigen Evangelischen Kirchentag stärkere Sicherheitsregeln als zuvor. "Die Verantwortlichen haben vorgesorgt", sagte Bedford-Strohm. "Daher darf man voller Vertrauen in diese Veranstaltungen gehen." Die Veranstalter hatten an gekündigt, dass es erstmals bei einem Kirchentag Taschenkontrollen geben werde.

100.000 Dauerteilnehmende erwartet

Zum Kirchentag in Berlin und Wittenberg werden von Mittwoch bis Sonntag mehr als 100.000 Dauerteilnehmende erwartet. Parallel dazu finden sechs sogenannte Kirchentage auf dem Weg in Städten Mitteldeutschlands statt. Der gemeinsame Abschlussgottesdienst in Wittenberg am Sonntag ist zugleich der Höhepunkt des Festjahres zum Reformationsjubiläum, mit dem die Protestanten den 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Reformator Martin Luther in Wittenberg feiern.

Thomas Schiller
(epd)

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