Anspruch auf Auskunft des biologischen Vaters
Anspruch auf Auskunft des biologischen Vaters

19.05.2017

Bundestag will Spenderkindern Kenntis auf Abstammung sichern Katholisches Büro verweist auf Verantwortung des biologischen Vaters

Kinder, die aus Samenspenden hervorgegangen sind, haben künftig Anspruch auf Auskunft des biologischen Vaters. Der Bundestag hat am Donnerstagabend die Einrichtung eines zentralen Samenspenderregisters beschlossen.

Mit den Stimmen der Regierungskoalition bei Enthaltung der Grünen und Linken hat der Bundestag am Donnerstagabend die Einrichtung des Samenspenderregisters beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) beschlossen.

Damit solle den Kindern das Recht auf Kenntnis ihrer Abstammung garantiert werden, betonte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Eine ergänzende Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) schließt die gerichtliche Feststellung der rechtlichen Vaterschaft des Samenspenders aus und stellt ihn von Ansprüchen des Sorge-, Unterhalts- und Erbrechts frei - nicht zuletzt um die Bereitschaft zur Samenspende nicht zu gefährden.

Inkrafttreten voraussichtlich 2018

Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung durch den Bundesrat. Es tritt 12 Monate nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft, also voraussichtlich Mitte 2018. Ab dann kann jede Person, die vermutet, mittels einer Samenspende gezeugt worden zu sein, auf Antrag Auskunft über die beim DIMDI gespeicherten Daten erhalten. Vor dem 16. Lebensjahr kann der Anspruch durch den gesetzlichen Vertreter geltend gemacht werden.

Kritik der Grünen

Die rechtspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Katja Keul, kritisierte, dass der Auskunftsanspruch sich nur auf Samenbanken, nicht aber auf private Samenspender bezieht. Zugleich beklagte sie, dass durch die Änderung im BGB dem Kind das Recht genommen werde, die Vaterschaft des biologischen Vaters feststellen zu lassen. Dies sei verfassungsrechtlich "unhaltbar". Ein Antrag der Grünen, der eine Elternschaftsvereinbarung mit dem "Wunschvater" vorsah, fand keine Mehrheit.

Katholisches Büro verweist auf Verantwortung des biologischen Vaters

Der Verein von Spenderkindern hatte bei grundsätzlicher Zustimmung die ergänzende Regelung deutlich kritisiert und gefordert, Samenspender wie bei einer Adoption auch ins Geburtsregister einzutragen. Nur so könnten unwissentliche Verbindungen zwischen Halbgeschwistern verhindert werden. Das Katholische Büro warnte davor, dass "eine willkürliche Elternschaft im Abstammungsrecht an Bedeutung gewinnt" und verwies auf die Verantwortung des biologischen Vaters.

(KNA)

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 28.05.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • Tag der Lebensspende
  • Solingen vor dem Gedenktag
  • Peter Stamm über die Liebe: Lesung in Köln
  • Gründung Amnesty International
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag ab 8 Uhr!

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen