Poroschenko besucht Kiewer Kirche
Poroschenko besucht Kiewer Kirche

13.05.2016

Poroschenko: Ukraine wird unabhängige orthodoxe Kirche bekommen Wunsch vieler Ukrainer

Der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko erwartet von den orthodoxen Kirchen im Ausland die Anerkennung einer eigenständigen ukrainisch-orthodoxen Kirche. 

Der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko erwartet von den orthodoxen Kirchen im Ausland die Anerkennung einer eigenständigen ukrainisch-orthodoxen Kirche. Alle Umfragen zeigten, dass sich immer mehr Ukrainer eine unabhängige autokephale Kirche wünschten, sagte Poroschenko am Donnerstagabend in Kiew. "Das ist der historische Trend und dieser Trend wird die Ukraine nicht umgehen."

Der Präsident äußerte sich bei einem Festakt zum 50. Amtsjubiläum des heutigen Kiewer Patriarchen Filaret (87) als Erzbischof der Stadt. Die Hauptsache für Filaret und das ukrainische Volk sei die Schaffung einer einzigen orthodoxen Kirche in dem Land, die von der Weltorthodoxie anerkannt wird. Poroschenko lobte die 1992 erfolgte Gründung des von der russisch-orthodoxen Kirche unabhängigen Kiewer Patriarchats. Dank Filarets Engagement sei es eine "starke religiöse Organisation".

Drei große orthodoxe Konfessionen

In der Ukraine gibt es drei große orthodoxe Konfessionen: die zum Moskauer Patriarchat gehörende ukrainisch-orthodoxe Kirche, die Kirche des Kiewer Patriarchats und die fast 100 Jahre alte Ukrainische Autokephale Orthodoxe Kirche (UAOK). Einzig die mit Moskau verbundene Kirche wird von der Weltorthodoxie anerkannt. Die drei Kirchen unterscheidet vor allem ihre Haltung zum Nachbarland Russland. Das Kiewer Patriarchat betrachtet die russisch-orthodoxe Kirche als verlängerten Arm von Staatspräsident Wladimir Putin.

Alle Fusionsgespräche der drei Kirchen scheiterten bislang, zuletzt im Frühsommer 2015. Gegenwärtig beraten die mit Rom verbundene griechisch-katholische Kirche und die Erzeparchie von Charkow und Poltawa der UAOK, die kleinste der drei orthodoxen Kirchen, über eine mögliche Union.

Ablehnung in Moskau 

Der im Donbass geborene Filaret war 1966 von der russisch-orthodoxen Kirche als erster Ukrainer seit 150 Jahren zum Erzbischof von Kiew bestimmt worden. Zuvor war er in Leningrad (dem heutigen Sankt Petersburg), Wien und Moskau als Bischof tätig.

Ein Landeskonzil des ukrainischen Exarchats der Kirche hatte das Moskauer Patriarchat nach der Unabhängigkeitserklärung des Landes 1991 gebeten, der Kirche die Autokephalie (Eigenständigkeit) zu verleihen. Die Kirchenleitung in Moskau lehnte dies jedoch ab und enthob den Kiewer Metropoliten Filaret seines Amtes. Darauf gründeten Geistliche 1992 das Kiewer Patriarchat, an dessen Spitze seit 1995 Filaret steht.

(KNA)

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