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Maltacamp 2019 im Kloster Ettal für Menschen mit Behinderung
Amelie von Aulock, Organisatorin des Maltacamps 2019
Amelie von Aulock, Organisatorin des Maltacamps 2019
Maltacamp 2019
Maltacamp 2019
Maltacamp 2019
Maltacamp 2019
Maltacamp 2019
Maltacamp 2019

02.08.2019

Maltacamp 2019 im Kloster Ettal für Menschen mit Behinderung "Das Unmögliche möglich machen"

Das größte internationalen Jugendcamp für Menschen mit Behinderung findet jedes Jahr in einem anderen Land statt. In diesem Jahr kommen die Jugendlichen nach Deutschland. Ein Highlight für die Besucher wird das Paragliding sein.

DOMRADIO.DE: Ab dem morgigen Samstag findet für eine Woche das Maltacamp 2019 für Menschen mit Behinderung im Kloster Ettal statt. Das Camp ist das größte internationale Jugendlager für Menschen mit Handicaps. 500 Menschen haben sich angemeldet. Das ist ein riesiger Organisationsaufwand. Steht das schon alles?

Amelie von Aulock (Organisatorin des Maltacamp 2019): Mehr oder weniger. 500 Personen sind es insgesamt, 180 Menschen mit Behinderung, 220 Helfer, die die Menschen mit Behinderung begleiten und während der ganzen Woche gemeinsam mit ihnen die Umgebung erleben. Dann sind gestern noch einmal zirka 70 Personen angekommen, die uns im Organisationsteam unterstützen. Wir sind jetzt schon knapp hundert Leute hier in Ettal und werden noch einiges heute aufbauen. Vieles steht auch schon, die Rampen sind aufgebaut, um das barrierefrei für die Rollstuhlfahrer zugänglich zu machen.

DOMRADIO.DE: Das Sommerlager findet jedes Jahr in einem anderen Land statt. Dieses Jahr findet es in Deutschland, in Oberbayern, mit Teilnehmern aus Europa, Nordamerika und sogar aus dem Libanon statt. Was passiert da in den nächsten sieben Tagen?

von Aulock: Das Ziel ist, für die Menschen mit Behinderung das Unmögliche möglich zu machen, ihnen eine schöne, abwechslungsreiche und vor allem ereignisreiche Ferienwoche zu organisieren, sodass jeder, der dabei ist, staunt. Deswegen haben wir ein paar Highlights geplant.

Wenn das Wetter gut ist, machen wir Paragliding. Wir gehen auf die Zugspitze und in die Allianz-Arena. Da erwartet uns auch ein ganz besonderer Eindruck, weil ein Video von uns auf den Leinwänden gezeigt wird. Wir gehen in die BMW-Welt: BMW wird kommen und mit uns Spritztouren machen. Wir werden vor Ort auch einfache Dinge machen wie Basteln oder in den Streichelzoo gehen, weil eben auch das Haptische besonders wichtig ist.

DOMRADIO.DE: Mit dabei sind Ehrenamtliche, die aber selber einen kleinen Kostenbeitrag bezahlen müssen. Das ist ja relativ ungewöhnlich. Wie kriegen Sie es trotzdem hin, dass genug Helfer kommen?

von Aulock: Wir sind 320 Ehrenamtliche hier. Die Helfer werden über die Länder organisiert. Da gibt es Teamleiter, die sprechen Freunde, Bekannte und über verschiedene Kanäle, die den Maltesern zur Verfügung stehen, Menschen an. Das heißt: Facebook, Social-Media und so weiter. Und natürlich werden Leute einfach direkt angesprochen. Ich glaube, weil es so eine schöne abwechslungsreiche Woche und so sinnvoll ist,  haben wir doppelt so viele Bewerbungen für das Helferteam gehabt, als wir Plätze hatten.

DOMRADIO.DE: Für die Organisatoren ist das immer ein Riesenaufwand, hohe Kosten, die in der Organisation drinstecken. Trotzdem machen sie jedes Jahr diesen Aufwand. Warum ist ihnen das so wichtig?

von Aulock: Das hat sich so entwickelt, dass jedes Jahr ein anderes Land das Sommerlager ausrichtet und das macht auch Freude. Es ist einfach eine richtig schöne Woche. Da sagt man gerne, diesen Aufwand nehme ich jetzt auf mich. Letztes Jahr waren wir in Großbritannien, das Jahr davor in Österreich und davor in Polen, Frankreich und so weiter. Es ist schön, diese unterschiedlichen Länder und die Gegenden vielen Menschen zugänglich zu machen. Ich glaube, vor allem das, die Freude der Teilnehmer und besonders der Menschen mit Behinderung, das macht jede schlaflose Nacht, jeden Stress und Aufwand wett.

Das Interview führte Renardo Schlegelmilch.

(DR)

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