Islamunterricht in Frankfurt am Main
Islamunterricht an Schulen
Josef Schuster (Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland)
Josef Schuster
Heinrich Bedford-Strohm
Heinrich Bedford-Strohm

05.07.2016

Juden-Zentralrat und evangelische Kirche für Islamunterricht Vor Abwegen bewahren

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, sprechen sich für bundesweiten Islamunterricht an Schulen aus.

"Einen flächendeckenden Islamunterricht in deutscher Sprache an allen Schulen anzubieten, halte ich für eine sehr gute Lösung", sagte Schuster der "Heilbronner Stimme". Bedford-Strohm schrieb in einem Beitrag für das evangelische Monatsmagazin "chrismon" (Juli-Ausgabe), durch Islamunterricht könnten muslimische Jugendliche vor fundamentalistischen Abwegen bewahrt werden. Auch sollten islamisch-theologische Fakultäten an den Universitäten unterstützt werden, "an denen die islamische Tradition selbstkritisch reflektiert wird".

Kritik an Islamverbänden

Zentralratspräsident Schuster äußerte sich kritisch zum Mitwirken der Islamverbände bei den Bemühungen um die Integration von Flüchtlingen in Deutschland. "Mir ist noch unklar, inwieweit die muslimischen Verbände selbst aktiv die Integration fördern", sagte er: "Man muss leider auch einen Fakt benennen: Es gibt muslimische Gemeinden, die unser Wertesystem in keiner Weise praktizieren. Imame aus dem Ausland sind in Deutschland aktiv, die leider ein anderes Wertesystem lehren, als wir uns das vorstellen."

Überarbeitung von Schulbüchern

Weiter fordert Schuster die Überarbeitung von Schulbüchern. Nötig sei "ein authentisches Bild des Judentums in seiner ganzen Vielfalt im Jahr 2016", sagte er. Es gebe jedoch "leider eine ganze Menge an Unwissenheit, Falsch- und Pseudokenntnissen über das Judentum, die sich als Vorurteile seit der Nazizeit bis heute erhalten haben." Er selbst fühle sich in Deutschland wohl, fügte Schuster hinzu. "Die Juden fühlen sich in Deutschland auch sicher. Das Sicherheitsgefühl war aber schon mal größer."

Dagegen machten sich Bundesregierung, Kirchen und Verbände "sehr ernsthafte Gedanken" um die Integration, so Schuster weiter. Bezüglich der Flüchtlingskrise beginne die Arbeit erst jetzt. Bei der Integration gehe es nicht nur um Sprache und den Arbeitsmarkt, sondern auch um die deutsche Gesellschaft. "Damit meine ich unser Wertesystem mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau, auch die Religionsfreiheit und die Abkehr vom Antisemitismus."

(KNA, epd)

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