Nach Brandanschlag in Tabgha
Nach Brandanschlag in Tabgha

06.01.2016

Anschlag in Israel noch immer nicht geklärt Verdächtigter für Kirchen-Attentate wieder frei

Ein 18 Jahre alte jüdischer Extremist, der einer Beteiligung am Brandanschlag auf das deutsche Kloster Tabgha im Juni in Israel verdächtigt worden war, ist aus der Vorbeugehaft entlassen worden.

Wie israelische Tageszeitungen am Mittwoch berichteten, kam der junge Mordechai Meyer bereits Sonntag frei. Sein Anwalt sprach von einem "Erdbeben" und kündigte Konsequenzen für den israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet an.

Israels Justiz hatte im August die Haft für Meyer angeordnet, nachdem Ermittler eine mögliche Verwicklung des jungen Manns aus Ma'ale Adumim in einen tödlichen Brandanschlag auf eine Palästinenserfamilie in Duma sowie in Angriffe auf das Kloster Tabgha und andere Kircheneinrichtungen sahen. Begründet wurde die Verwahrung mit der Gefahr, die von Meyer ausgehe.

Im Fokus der Ermittlungen zu dem Brand in Tabgha stehen teils minderjährige Angehörige der jüdischen Siedlerbewegung. Durch das Feuer in Tabgha war der Südflügel des erst 2012 fertiggestellten Klosters am See Genezareth weitgehend zerstört worden. Die Schadenshöhe bewegt sich nach Ordensangaben um die 1,6 Millionen Euro. Ein Mönch und eine Freiwillige erlitten leichte Rauchvergiftungen.

(KNA)

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