Palmzweige vor einer Figur des Apostels Petrus
Palmzweige vor einer Figur des Apostels Petrus

20.07.2019

Archäologen entdecken möglichen Geburtsort des Apostels Petrus Der Heimat auf der Spur

​Bei Grabungen im nordisraelischen Al-Araj am See Genezareth haben Archäologen möglicherweise den Geburtsort des Apostels Petrus gefunden. Die Funde einer Kirche passen nach Einschätzungen der Forscher zur Darstellung des Bischofs Willibald von Eichstätt.

Die Funde einer großen byzantinischen Kirche neben Überresten einer römischen Siedlung bestärkten die These, dass es sich bei Al-Araj um die antiken Städte Bethsaida und Julias und damit um die Heimatstadt der drei Apostel Petrus, Philippus und Andreas handle, heißt es in einer Mitteilung des an den Grabungen beteiligten "Center for the Study of Ancient Judaism and Christian Origins" (CSAJCO) in New York.

Beschreibungen von Bischof Willibald von Eichstätt stimmen überein

Die in Al-Araj gefundene Kirche passt nach Einschätzung der zuständigen Forscher des israelischen Kinneret Academic College und des CSAJCO zu jener Kirche, die Bischof Willibald von Eichstätt in seinen Aufzeichnungen zu seinem Besuch am See Genezareth im Jahr 725 nach Christus beschreibt. Damals sei er auf dem Weg von Kapernaum nach Kursi auf eine über der Wohnstätte von Petrus und Andreas errichtete Kirche gestoßen.

Bei der in Al-Araj entdeckten Kirche handele es sich um die einzige bisher gefundene Kirche zwischen beiden Orten, sagte der leitende Archäologe, Mordechai Aviam vom "Kinneret Academic College" der Tageszeitung "Haaretz". Ferner sei die Kirche nahe der römischen Siedlung gefunden worden und passe daher zur Verortung von Bethsaida durch den Geschichtsschreiber Flavius Josephus. Es gebe keinen Grund, die historische Überlieferung infrage zu stellen, sagte Steven Notely vom CSAJCO der Zeitung.

Unter den Erosionen des Jordanflusses

Bislang legten die Forscher den Angaben zufolge die südlichen Räume der Kirche frei, die zu einem Klosterkomplex gehörte. Gefunden wurden unter anderem Bodenmosaike, gläserne Mosaiksteine sowie Teile einer marmornen Chorschranke. Die Funde deuten laut Mitteilung auf eine große und reich ausgestattete Kirche hin.

Die Grabungen ergaben demnach ferner, dass das antike jüdische Dorf sich über eine größere Fläche als bisher angenommen erstreckte. Zudem fanden die Archäologen Überreste eines römischen Privathauses aus dem 1. bis 3. Jahrhundert. Geologische Untersuchungen wiesen darauf hin, dass zahlreiche Häuser unter den Erosionen des Jordanflusses begraben seien, hieß es.

Andere archäologische Theorien

Bei früheren Grabungen hatten die Archäologen neben weiteren Funden aus frühchristlicher Zeit unter anderem einen 300 Kilogramm schweren Basaltblock mit drei eingearbeiteten Fächern gefunden. Nach Einschätzungen Aviams könnte es sich um ein Reliquiar für die Apostel Petrus, Andreas und Philippus handeln.

Aviam und Notley vertreten die These, dass es sich bei Al-Araj um die antiken Städte Bethsaida und Julias und damit um die Heimatstadt der drei Apostel handelt. Andere archäologische Theorien halten das zwei Kilometer weiter nördlich in den Golanhöhen gelegene Et-Tell für das biblische Bethsaida.

(KNA)

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