Diskussion in Frankreich über Kreuzentfernung
Kreuz als zentrales Zeichen des Christentums

13.12.2017

ZdK kritisiert Werbung mit Model am Kreuz "Geschmacklos und dumm"

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, kritisiert scharf eine Werbeaktion mit einem ans Kreuz gefesselten Model. "Das ist nicht einmal Kunst. Nur geschmacklos und dumm", so Sternberg.

Es sei erbärmlich, dass ein Unternehmen glaube, nur durch Verletzung religiöser Gefühle werben zu können. Der Lotterie-Anbieter "Lottohelden" wirbt demnach mit dem Slogan "Weihnachten wird jetzt noch schöner" neben der österlichen Kreuzigungsszene mit dem leichtbekleideten Model Sophia Thomalla (28).

Sternberg ergänzte gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Andere Künstler haben schon viel intelligenter mit diesem Tabubruch gearbeitet."

Thomalla erklärt sich

Model und Moderatorin Sophia Thomalla, die laut der Zeitung nicht getauft ist, erklärte auf die Frage, was sie über religiöse Menschen denke, die ihre Jesus-Kopie verletzen könnte: "Wenn man wie ich in einer Familie aus dem Osten aufgewachsen ist, dann ist die Kirche als Institution oft eben nicht so ein großes Thema wie für andere. Ich respektiere aber jeden, der seine Form des Glaubens lebt."

Karma als Glaube

Das nicht passende Bild zu Weihnachten, dem Fest der Geburt Christi, und dem an Karfreitag ans Kreuz genagelten Jesus wird demnach in der Werbeaktion nicht weiter betrachtet. Thomalla erklärte in der "Bild" weiter: "Glauben ist für mich nichts, was nur erlaubt ist, wenn es den Stempel einer Religion trägt. Ich glaube an mich und ich glaube an Karma. An gutes und an schlechtes. Wenn man prinzipiell so eingestellt ist, dass man gut zu anderen Menschen ist, dann ist das mein Glaube."

Von der Kritik der Kirchen zeigte sich Thomalla unbeeindruckt. Sie finde es "bizarr", dass gerade die Kirche "aufgrund der vielen Hinrichtungen, Kreuzigungen, Hexenverbrennungen" in der Vergangenheit und mit "pädophilen Eskapaden" in der Neuzeit ihr etwas vorwerfe, sagte sie am Mittwochabend in der ARD-Talkshow "Maischberger". Gleichzeitig sagte die 28-Jährige, persönlich habe sie niemanden angreifen wollen.

Kritik auch von der EKD

Auch der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, bezeichnete das Motiv als "erbarmungswürdig". Claussen sagte: "Ich kenne viele Ostdeutsche, die selbst wenn sie nicht religiös sind, doch ein bisschen Ahnung haben." Die Hauptreligion Europas solle man zumindest in Grundzügen kennen, sagte er und ergänzte: "Alles andere ist dumm."

Er findet das Motiv zudem "gedankenverloren": "Man überlege sich nur zum Spaß, was wäre, wenn sie so etwas mit einer anderen Religion gemacht hätte, dem Islam oder dem Judentum." Claussen rät, die Werbung "gezielt und forciert zu ignorieren". Christen seien es inzwischen gewohnt, sich "von so einem Blödsinn" in ihren religiösen Gefühlen nicht verletzt zu sehen und einfach fröhlich Weihnachten zu feiern, sagte der Theologe.

(KNA)

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