In der Basilika von Kevelaer
In der Basilika von Kevelaer
Der verstorbene Rupert Neudeck
Rupert Neudeck

28.08.2017

Mehrere hundert Teilnehmer bei Interreligiöser Friedenswallfahrt Gegen Terror im Namen der Religion

Mehrere hundert Menschen haben am Sonntag im niederrheinischen Kevelaer an der dritten Interreligiösen Friedenswallfahrt teilgenommen. Die Teilnehmer wollten damit ein Zeichen gegen "immer mehr Waffen oder andere Gewalt" setzen.

Auf den Stufen der Basilika beteten am Nachmittag und am frühen Abend Christen, Juden und Muslime jeweils nach ihren eigenen Riten, wie ein Sprecher der Wallfahrtsleitung mitteilte. Neben Gebeten wurden auch Friedenslieder angestimmt und kurze Ansprachen zum Thema Frieden gehalten. Eingeladen hatten die drei abrahamitischen Religionen.

Die Teilnehmer setzten am Sonntag Zeichen "gegen immer mehr Waffen oder andere Gewalt, gegen Terror ob von links oder rechts oder gar im Namen von Religionen." Die erste Internationale Friedenwallfahrt in Kevealer fand 2015 auf Initiative des inzwischen verstorbenen Menschenrechtlers Rupert Neudeck statt.

"Wir wollen, dass der Weltfrieden ausbricht"

Der im vergangenen Jahr verstorbene Gründer der Hilfsorganisationen Cap Anamur und Grünhelme, Rupert Neudeck, hatte die Friedenswallfahrt in Erinnerung an Martin Luther King und seine historisches "I have a dream" initiiert. Neudeck ging es darum, "ein enthusiastisches Zeichen" für den Frieden zu setzen. "Wir wollen, dass nicht mehr über den Ausbruch von Krieg und Konflikten gesprochen wird. Wir wollen, dass der Weltfrieden ausbricht."

Die 28.000-Einwohner-Stadt Kevelaer gilt mit rund 800.000 Pilgern jährlich als die zweitgrößte katholische Wallfahrtsstätte Deutschlands nach dem bayerischen Altötting. Die Wallfahrt begann zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Anziehungspunkt ist das seit 1642 verehrte Marienbild "Trösterin der Betrübten". Die örtliche Pfarrei und die Stadt streben an, dass die Kevelaer-Wallfahrt immaterielles Weltkulturerbe wird.

"Verrat am katholischen Glauben"

 Kritik an der diesjährigen Interreligiösen Friedenswallfahrt war von einer Gruppe von Katholiken um den Islamkritiker Pastor Paul Spätling gekommen, der 2015 bei einer "Pegida"-Demonstration gesprochen hatte. Die Gruppe hatte das Gebetstreffen in einem Brief an den Bischof von Münster als "Verrat am katholischen Glauben" kritisiert. Das Bistum hatte diese Vorwürfe jedoch als unbegründet abgelehnt und sich hinter die Initiatoren der Wallfahrt gestellt.

(epd)

Morgenimpuls mit Schwester Katharina

Ab Montag, 16. September wieder jeden Morgen von Montag bis Freitag on Air und Online: Schwester Katharina Hartleib aus Olpe begleitet Sie mit spirituellen Impulsen in den Tag.

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 15.09.
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

07:20 - 07:20 Uhr

WunderBar

07:50 - 07:55 Uhr

Wort des Bischofs

09:40 - 09:45 Uhr

Kirche2Go

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

12:40 - 12:45 Uhr

WunderBar

17:50 - 17:55 Uhr

Wort des Bischofs

18:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Menschen

19:00 - 20:00 Uhr

DOMRADIO Kopfhörer

20:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Musica

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff