Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Kardinal Reinhard Marx (l.) und Heinrich Bedford-Strohm
Familiennachzug von Flüchtlingen
Kirchen fordern mehr Engagement beim Familiennachzug von Flüchtlingen
Metropolit Augoustinos von Deutschland
Metropolit Augoustinos von Deutschland

11.05.2017

Kirchen positionieren sich in Flüchtlingsfrage "Deutschland mit Aufnahme nicht überfordert"

Die großen Kirchen in Deutschland fordern mehr Engagement in der Flüchtlingsfrage. Die Verzweiflung von Flüchtlingen, die ihre engsten Angehörigen nicht zu sich zu holen können, dürfe die Gesellschaft nicht kalt lassen.

"Für die Kirchen ist das Zusammenleben als Familie ein hohes Gut. Wir bitten den Gesetzgeber, dem grundgesetzlich verbürgten Schutz der Familie in der Flüchtlingspolitik hohe Priorität beizumessen", heißt es in einem am Donnerstag in Hannover und Bonn veröffentlichten gemeinsamen Wort zur Interkulturellen Woche 2017.

Deutschland nicht überfordert

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz, Metropolit Augoustinos, betonen darin, es gehe in der Debatte über den Umgang mit Flüchtlingen um grundsätzliche Fragen: "Politik, die Fremdenfeindlichkeit schürt, von Angst gegen Überfremdung lebt, einseitig nationale Interessen betont, ein nationalistisches Kulturverständnis pflegt und Grundfreiheiten infrage stellt, ist mit einer christlichen Haltung nicht vereinbar." Deutschland sei mit der Aufnahme von Flüchtlingen "zwar stark gefordert, aber nicht überfordert".

Abschiebungen in lebensgefährliche Gebiete "inakzeptabel"

Asylanträge könnten in einem rechtsstaatlichen Verfahren abgelehnt werden, fügen die obersten Kirchenrepräsentanten hinzu. Abschiebungen in lebensgefährliche Gebiete seinen aber inakzeptabel. "Kein Mensch darf in eine Region zurückgeschickt werden, in der sein Leben durch Krieg und Gewalt bedroht ist. Die Sicherheit der Person muss stets Vorrang haben gegenüber migrationspolitischen Erwägungen."

Die 42. Interkulturelle Woche findet vom 24. bis zum 30. September statt. Sie steht unter dem Leitthema "Vielfalt verbindet". Bundesweit sind den Angaben zufolge mehr als 5.000 Veranstaltungen an mehr als 500 Orten geplant. Zur Vorbereitung bietet der Ökumenische Vorbereitungsausschuss eine Reihe von Materialien an.

(epd)

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