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11.05.2018

Kritik an Nachhaltigkeitsfonds Kirchenbanken wollen nachbessern

Milliarden Euro fließen in Bergbauprojekte, bei denen Mensch und Natur Schaden entsteht. Entwicklungsexperten kritisieren dabei eine unrühmliche Rolle der Kirchenbanken. Die geloben Besserung.

Kritik an von Kirchenbanken angebotenen Nachhaltigkeitsfonds übt die Organisation Facing Finance. Offenbar reichten die Nachhaltigkeitsfilter der Banken nicht aus, "um ihre Fonds von kritischen Wertpapieren fern zu halten", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Analyse von Facing Finance. Mehre Kirchenbanken kündigten Nachbesserungen an.

In der stichprobenartigen Untersuchung von 31 angebotenen Fonds fanden sich in 21 Fällen Investitionen in Rohstoffunternehmen, "die wiederholt wegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in die Kritik geraten sind", wie Facing Finance mitteilte.

Geld gegen Umweltschutz?

In der Analyse tauchen die Namen von zehn kirchlichen Instituten auf; als einziges der untersuchten Geldhäuser biete die Bank für Orden und Mission keinerlei Fonds an, in denen "kritische Rohstoffunternehmen" eine Rolle spielen. Als am stärksten belastet bewertet Facing Finance den "Warburg-Pax-Nachhaltig-Global-Fonds". Dieser enthalte Wertpapiere von acht Unternehmen mit schlechter Umwelt- oder Menschenrechtsbilanz.

Beispielhaft nennt die Untersuchung Investitionen in den italienischen Öl- und Gaskonzern Eni. Die Errichtung einer Erdgas-Verflüssigungsanlage an der Küste von Mosambik erfordere die Umsiedlung von 5.000 Menschen und beeinflusse die Lebensgrundlage vieler weiterer umliegender Gemeinden etwa durch eine Beschränkung des Zugangs zu Fischfanggebieten. Außerdem sei Eni einer der führenden Konzerne, die in der Arktis nach fossilen Brennstoffen bohren.

Gibt es Verbindungen zum IS?

Kritisch sieht Facing Finance unter anderem auch Investitionen in Glodcorp. Dem kanadischen Goldproduzenten werden schwere Umweltverschmutzung, Gesundheitsgefährdung sowie Einsatz unverhältnismäßiger Gewalt insbesondere in seinen lateinamerikanischen Minen vorgeworfen. Der ebenfalls in manchen Fonds gelistete französische Konzern Lafarge-Holcim stehe derzeit vor Gericht, weil er in Syrien extremistische Gruppen, darunter indirekt den "Islamischen Staat", finanziert haben soll, um eines seiner Zementwerke in Syrien weiter betreiben zu können.

Facing Finance-Vorstand Thomas Küchenmeister sagte auf Anfrage, er halte die Stichprobe für aussagekräftig, «weil wir ja zum Teil mehr als eine kritische Beteiligung gefunden haben». Problematisch sei zudem, dass der Begriff der Nachhaltigkeit nicht geschützt sei und die Ratingagenturen, mit denen die Banken bei der Zusammenstellung der Fonds zusammenarbeiteten, keine einheitlichen Bewertungsmaßstäbe anlegten.

Bank für Kirche und Caritas wünscht sich Verständnis 

Die Bank im Bistum Essen (BIB), die Bank für Kirche und Caritas sowie die Evangelische Bank teilten in Reaktionen gegenüber Facing Finance mit, die fraglichen Investitionen auf den Prüfstand zu stellen. Die Bank für Kirche und Caritas warb zugleich um Verständnis. Es sei bei einem "Anlageuniversum von mehreren zehntausend Unternehmen" nicht möglich, "zu jedem einzelnen Emittenten alle relevanten Informationen zu erheben und zu bewerten". Deswegen arbeite man mit Ratingagenturen zusammen.

Ein Sprecher der Pax-Bank sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), die Bank nehme kontroverse Rohstoffunternehmen zunehmend ins Visier und fordere "einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Investments".

(KNA, epd)

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