Papst Franziskus bei der Generalaudienz
Papst Franziskus bei der Generalaudienz

20.11.2016

Papst nennt Abtreibung "grauenhaftes Verbrechen" "Schwerwiegende Sünde"

Papst Franziskus hat Abtreibung als "grauenhaftes Verbrechen" bezeichnet. Ungeborene Kinder würden abgetrieben, "weil es einfacher ist".

Papst Franziskus hat Abtreibung als "grauenhaftes Verbrechen" bezeichnet. Aus seiner Sicht sei es zu einer "Gewohnheit" geworden, "Babys vor ihrer Geburt zu entfernen", sagte Franziskus in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des italienischen Senders TV 2000. Ungeborene Kinder würden abgetrieben, "weil es einfacher ist". Das sei eine "sehr schwerwiegende Sünde", so der Papst.

Franziskus erläuterte, er habe an das Thema Abtreibung beim Besuch einer Neugeborenen-Station denken müssen, als er eine Frau getroffen  habe, die um ihr verlorenes Kind weinte. "Sie hatte drei Kinder bekommen und weinte um das eine, das sie verloren hatte. Sie konnte sich nicht mit den zweien, die überlebt hatten, trösten." Der Papst hatte die Station eines römischen Krankenhauses im Rahmen seiner "Freitage der Barmherzigkeit" Mitte September unangekündigt
aufgesucht.

Frauen unter Druck 

Während des Heiligen Jahrs der Barmherzigkeit hatte Papst Franziskus katholischen Priestern erlaubt, reuige Frauen von der "Sünde der Abtreibung" loszusprechen. Er wisse um den Druck, der viele Frauen zu dieser Entscheidung geführt habe, hatte Franziskus in einem Schreiben zur Sündenvergebung im Heiligen Jahr formuliert.

Der katholische Sender TV 2000 der italienischen Bischofskonferenz hatte den Papst zum Abschluss des Heiligen Jahrs der Barmherzigkeit interviewt und am Sonntagnachmittag einen etwa zehnminütigen Ausschnitt des Gesprächs vorab gesendet. Das komplette 40-minütige Interview sollte am Sonntagabend ausgestrahlt werden.

(KNA)

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