Das Kölner Domumfeld (Archiv)
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20.03.2021

Umbenennung von Kardinal-Höffner-Platz gefordert Signal gegenüber Betroffenen?

Im Nachgang des am Donnerstag veröffentlichten Gutachtens zum Umgang mit Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln wird die Forderung laut, den Kardinal-Höffner-Platz vor dem Kölner Dom umzubenennen. Erste Rufe danach kommen aus der Politik.

Die langjährige Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes spricht sich dafür aus: "Die Platz sollte angesichts der neuen Erkenntnisse zu Kardinal Joseph Höffner definitiv umgewidmet werden", sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post" (Samstag).

Pflichtverletzungen laut Gutachten

Gerade im Fall einer so prominenten Stelle, die so viele Touristen anziehe, könne man sich durchaus die Frage stellen, inwieweit das moralisch noch vertretbar sei, sagte Scho-Antwerpes, die seit 2004 Mitglied des Rates der Stadt Köln ist und 2008 Stellvertreterin des Oberbürgermeisters war - als der bis dahin namenlose Platz dem verstorbenen Kardinal gewidmet wurde.

Höffner und seinem Nachfolger Kardinal Joachim Meisner attestiert ein vom Erzbistum Köln in Auftrag gegebenes Gutachten mehrere Verfehlungen. Höffner konnten trotz insgesamt chaotischer Aktenlage acht Pflichtverletzungen im Umgang mit Fällen von sexualisierter Gewalt nachgewiesen werden. Der Kardinal verstieß demnach in seiner Amtszeit (1969-1987) mindestens sechs Mal gegen die Aufklärungspflicht und zwei Mal gegen die Maßgabe der Opferfürsorge.

Signal gegenüber Betroffenen

Der Untersuchungszeitraum umfasste dabei die Aktenlage von 1975 bis 2018.

"Auch den Betroffenen gegenüber wäre es ein gutes Signal, wenn der Platz nicht mehr seinen Namen tragen würde", sagt Scho-Antwerpes. Die langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete bewegt dabei besonders der Wappenspruch, unter den Kardinal Höffner sein Handeln stellte: "Iustitia et caritas" (Gerechtigkeit und Nächstenliebe).

(KNA)

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