Modell des Klarissenklosters nach dem Umbau
Modell des Klarissenklosters nach dem Umbau

07.06.2019

Klarissenkloster für soziale Quartiersentwicklung ausgezeichnet Vorbildliches Wohnprojekt

Das integrative Wohnprojekt des Erzbistums Köln im ehemaligen Klarissenkloster in Köln-Kalk ist erneut prämiert worden. Das polis-Magazin für Trends im Städtebau kürte das Projekt im Mai zum Sieger im Bereich "Soziale Quartiersentwicklung".

In dieser Kategorie würdigt die 12-köpfige Jury jährlich Projekte, die soziokulturellen und demographischen Herausforderungen innerhalb eines Stadtquartiers lösungsorientiert und zukunftsfähig begegnen. Dabei spielen insbesondere auch die soziale Durchmischung sowie die barrierefreie Gestaltung eine Rolle.

Der polis-Preis ist bereits die dritte wichtige Auszeichnung für das Projekt. Im Mai 2018 erhielt das Klarissenkloster in Berlin beim KfW Award Bauen den ersten Preis in der Kategorie "Neubau". Außerdem gab es 2019 den Deutschen Lichtdesignpreis für die Lichtplanung in der Kategorie "Bildung".

Innovatives integratives Konzept

Im ehemaligen Klarissenkloster in Köln-Kalk hat das Erzbistum Köln durch den Umbau der alten Gebäude und mit zwei Neubauten rund 2.500 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen. Darüber hinaus wurde speziell für dieses Projekt ein innovatives integratives Konzept entwickelt: Die neuen Wohnungen wurden jeweils zur Hälfte an Flüchtlinge und an Kölner Bürger vergeben.

Zusätzlich gibt es vor Ort ein Begegnungs- und Bildungszentrum des Caritasverbandes für die Stadt Köln sowie Jugendhilfeangebote der Stiftung Die Gute Hand.

Der Entwurf für den Umbau des ehemaligen Klosters stammt vom Kölner Architekturbüro LK-Architekten. Er setzt den Integrationsgedanken des Projektes auch architektonisch um: Der vorher in sich abgeschlossene Klosterkomplex wurde geöffnet. Die Innenhöfe und Gartenbereiche laden als Gemeinschaftsflächen zum Austausch ein.

Wohnprojekt im Rahmen der "Aktion Neue Nachbarn"

Der neue öffentliche Platz zur Kapellenstraße verknüpft die Wohnanlage direkt mit dem Stadtteil Kalk. Das Erzbistum investierte rund 10 Millionen Euro in die Um- und Neubauten der Wohngebäude. Für die Sanierung und den Umbau der Kirche wurde darüber hinaus knapp eine Million Euro verwendet.

Die Umsetzung des integrativen Wohnprojektes erfolgte im Rahmen der "Aktion Neue Nachbarn", der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln. Sie wurde im November 2014 von Kardinal Woelki ins Leben gerufen und ist eine Aktion des Erzbistums Köln und des Caritasverbandes im Erzbistum Köln.

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