Kardinal Woelki weiht Wohnprojekt ein
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Kleine Ansprache an die Gäste
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NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler, Kardinal Woelki und Flüchtling Bassam Ghazlan pflanzen einen Baum
NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler, Kardinal Woelki und Flüchtling Bassam Ghazlan pflanzen einen Baum

07.11.2017

Kardinal Woelki eröffnet Wohnanlage für Flüchtlinge und Kölner Ort des Ankommens

Kardinal Rainer Maria Woelki hat eine offene Wohnanlage für Flüchtlinge und Einheimische im ehemaligen Klarissenkloster in Köln eröffnet. Das Projekt gebe ein Beispiel, wie Integration und Zusammenleben gelingen könne, so der Kölner Erzbischof.

"Wer auf ausgestreckte Hände trifft, kann ein soziales Netz knüpfen und baut aktiv mit am gesellschaftlichen Miteinander", sagte Woelki bei der Segnung der Anlage am Dienstag. Der Kölner Erzbischof nannte die Eingliederung von Menschen mit Fluchterfahrung eine Generationenaufgabe für die gesamte Gesellschaft.

Ort des Ankommens

Geflüchteten müsse eine Perspektive geboten werden. Nur so hätten sie eine Chance, in der Gesellschaft anzukommen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Die Wohnanlage solle ein solcher "Ort des Ankommens" sein. Flüchtlinge müssten sich aktiv einbringen können. Wohnraum und Arbeitsmöglichkeiten seien dazu notwendige Voraussetzungen. "Wir können uns das Scheitern von Integration weder soziologisch noch sozial leisten", sagte der Kardinal.

Den Bewohnern der Anlage stehen vor Ort Beratungs- und Fortbildungsangebote zur Verfügung, wie es hieß. Unter Leitung der Caritas wird es ein Begegnungs- und Bildungszentrum geben. Es soll die neuen Nachbarn vernetzen und die Integration fördern. So soll "mit der Zeit eine echte Gemeinschaft" entstehen, sagte der Erzbischof.

Symbolische Baumpflanzung

Symbolisch für das Zusammenwachsen der Gemeinschaft pflanzten der Kardinal, der aus Syrien geflohene Bewohner Bassam Ghazlan, die nordrhein-westfälische Integrationsstaatssekretärin Serap Güler und der Kölner Bürgermeister Hans-Werner Bartsch (beide CDU) im Hof einen Baum ein. Viele Menschen wären gerne Teil einer Gemeinschaft und hätten dazu keine Möglichkeit, betonte Güler. Das Wohnprojekt könne dazu beitragen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Strukturen zu stärken.

Die Erzdiözese hat auf dem Klostergelände für 10 Millionen Euro eine Anlage mit 2.500 Quadratmetern Wohnfläche errichtet. Die 43 Wohnungen sind unterschiedlich groß. Ab Dezember können dort rund 100 Geflüchtete und Kölner Bürger wohnen. Weitere 26 Plätze stehen in Wohngruppen für Jugendliche zur Verfügung. Bereits seit Dezember 2015 leben im ehemaligen Pfortengebäude des Klosters Flüchtlinge.

(KNA)

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