Das Hauptportal des Kölner Doms wird zur Heiligen Pforte
Das Hauptportal des Kölner Doms wird zur Heiligen Pforte
Domdiakon Witte mit Kardinal Woelki
Domdiakon Witte mit Kardinal Woelki

03.12.2015

Domdiakon Witte erklärt Feierlichkeiten am 8. Dezember Heilige Pforte für den Kölner Dom

Am Kölner Dom gibt es ab nächster Woche eine Heilige Pforte. Geöffnet wird sie, genau wie in Rom, am 8. Dezember. Was es damit auf sich hat und wie es ablaufen wird, erklärt Domdiakon Reimund Witte im domradio.de-Interview.

domradio.de: Eine Heilige Pforte am Kölner Dom - muss man da besonders planen, um das vorzubereiten?

Domdiakon Reimund Witte: Ja, es gab im Vorfeld schon viele Planungen. Wir haben uns überlegt, was wir wohl als Heilige Pforte hier am Kölner Dom demnächst haben werden. Wir haben geredet über das Südportal, über das Nordportal, Türen, die wir sonst weniger geöffnet haben oder auch gar nicht. Jetzt kamen in der vergangenen Woche dann die Ausführungsbestimmungen aus Rom und nun hat sich herausgestellt, dass die Kathedralen auf der Welt in allen Diözesen das Hauptportal als die Heilige Pforte benutzen sollen. Das tun wir jetzt. 

domradio.de: Das ist direkt auf der Domplatte das große Mittelportal. Wird das besonders geschmückt und gestaltet sein?

Witte: Dieses Portal bekommt eine besondere Schmückung für den 8. Dezember, wenn wir es öffnen. Eigentlich ist es in der Weltkirche so, dass am 3. Advent diese Eröffnungsfeier sein soll in allen Diözesen dieser Welt. Rom hat uns aber eine Genehmigung erteilt, dass wir das schon am 8. Dezember machen können, weil wir dann unser Patronat feiern, das Patronat der Gottesmutter Maria für unsere Diözese Köln.

domradio.de: Können Sie schon ein bisschen verraten, wie das dann geschmückt wird?

Witte: Es wird vor allem mit grünen Zweigen geschmückt. Aber wie genau, das kann ich noch nicht sagen. Da machen sich die Floristen und viele andere Leute noch Gedanken darüber. Es gibt auch eine besondere Beleuchtung dieses Portals. All das soll dazu beitragen, dass dieses Haupteingangsportal des Doms zu einem besonderen wird.

domradio.de: Dann lassen wir uns überraschen. Die Eröffnung findet dann im abendlichen Pontifikalamt am 8. Dezember statt. Wie wird das ablaufen?

Witte: Es läuft so ab, dass wir einen Statio-Gottesdienst haben, ähnlich wie wir das auch am Palmsonntag haben. Wir gehen in die Minoritenkirche, dort versammelt sich um 18 Uhr schon die Gemeinde und wir haben dort dann ein Evangelium, das sich auch mit der Barmherzigkeit und der Versöhnung befasst. Das ist dieses Evangelium von den 100 Schafen, die jemand besitzt. 99 davon sind wohl behütet und eins geht verloren und Jesus geht genau diesem verlorenen Schaf nach und so ist die Freude groß, als er es findet. Und diejenigen, die wir in der Perspektive haben, sind eben die, die unserer Barmherzigkeit und der Versöhnung besonders bedürfen. Das will dieses Evangelium uns sagen. Danach wird dann aus der Bulle vorgelesen, dem Schreiben des Papstes zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit und dann ziehen wir in einer Prozession mit Bläsern und mit Psalmen und Liedern, die wir miteinander singen, vor den Dom und treten zunächst vor das geschlossene Hauptportal.

domradio.de: Und klopft dann der Erzbischof mit seinem Stab an die Tür?

Witte: Das wird wahrscheinlich so sein. So war es zumindest auch bei der Eröffnung im Kolumba-Museum. Er hebt auch das Evangeliar und sagt "Öffnet die Pforten der Barmherzigkeit" und dann gehen diese Türen auf und wir ziehen hinein in den leeren Dom. Dann können alle Gläubigen in den Bänken Platz nehmen und wir feiern miteinander ein Pontifikalamt. Zunächst wird aber noch einmal die Tauferinnerung gefeiert, so wie wir das in der Osternacht auch haben, weil wir ja auch schon aus der Taufe mit herausgenommen haben, dass wir barmherzig sein sollen gegenüber unserem Nächsten.

domradio.de: Das alles werden wir im domradio auch live in Bild und Ton übertragen. Wird es denn dadurch besondere Öffnungszeiten geben?

Witte: Es sind die normalen Öffnungszeiten unseres Doms. Morgens um sechs Uhr geht es auf und abends nach dem Gottesdienst um 19:30 Uhr wird es dann geschlossen. In der Sommerzeit haben wir auch bis 21 Uhr geöffnet.

domradio.de: Wird es für Sie etwas Besonderes sein, durch diese Pforte zu gehen?

Witte: Ja, absolut. Man geht mit einer ganz anderen inneren Einstellung dort hindurch. Ich darf da ja jeden Tag dann durchgehen, oft auch mehrmals.

Das Interview führte Matthias Friebe.

(dr)

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