Skulptur eines schwarzen Jesus in einer christlichen Kirche in Tansania
Skulptur eines schwarzen Jesus in einer christlichen Kirche in Tansania
John Magufuli, Präsident von Tansania
John Magufuli, Präsident von Tansania

03.03.2021

Dutzende Geistliche in Tansania an Covid-19 gestorben Schockierende Zahlen

In Tansania hat die katholische Bischofskonferenz zu äußerster Vorsicht gegenüber Corona aufgerufen. Mehr als 60 Ordensfrauen und 25 Priester seien zwischen Dezember und Februar mit Corona-Symptomen, darunter Atemproblemen, gestorben.

"Diese hohe Zahl binnen zwei Monaten hat uns schockiert", zitiert die Tageszeitung "The Citizen" (Mittwoch) den Generalsekretär der Tansanischen Bischofskonferenz. In den vergangenen zwei Monaten seien 60 Nonnen und mehr als 25 Priester unter anderem an Atemwegsproblemen gestorben, sagte Charles Kitima der Zeitung. Die Nonnen und Priester hätten Coronavirus-Symptome gehabt, seien aber nicht getestet worden. Tansania gehört zu den wenigen Ländern weltweit, die keine Coronavirus-Fälle bekanntgeben.

Coronaleugner auf höchster Ebene

Präsident John Magufuli hat Covid-19-Erkrankung verharmlost und Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus abgelehnt. Im Juni hatte er Tansania für coronavirusfrei erklärt. Magufuli hatte seinen Landsleuten von einer Impfung abgeraten. Im Februar teilte das Gesundheitsministerium mit, Impfungen seien nicht geplant. Stattdessen empfahl das Ministerium eine Kur aus Dampfbädern und traditionellen Heilkräutern.

Erst in den vergangenen Tagen rieten Behörden in einer abrupten Kehrtwende zur Einhaltung von Hygienemaßnahmen. Generalsekretär Kitima kritisierte laut dem britischen Sender BBC, dass es kaum Corona-Tests gebe. "Die Kirche hat etwa 500 Gesundheitszentren über das Land verstreut, aber es ist uns nicht erlaubt zu testen, und wir haben keine Ausrüstung dafür", sagte er.

Kirche kritisiert Regierung

Weiterhin wird aber das Auftreten des Coronavirus im Land geleugnet - ein Kurs, der Regierung und Kirche gegeneinander aufbrachte. Berichten zufolge werden Verstorbene auch mit eindeutigen Covid-19-Symptomen nicht auf das Virus getestet. Die Bischöfe ordneten verstärkte Vorsichtsmaßnahmen in Kirchen an.

Die Regierung des ostafrikanischen Landes hat seit Mai keine Corona-Zahlen mehr veröffentlicht, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu drängt. Auch sollte eine Impfstrategie geplant werden.

(KNA, epd)

Die neue App von DOMRADIO.DE

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Tageskalender

Radioprogramm

 23.04.2021
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Profanierte Kirche von Deutschem Alpenverein genutzt
  • Frühjahrsvollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken startet
  • Tag des Heiligen Georgs – Schutzpatron der Pfadfinder
  • Welttag des Buches und des Urheberrechts und Tag des deutschen Bieres
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Zum Tag des Biers: Deutschlands einzige Klosterbraumeisterin
  • Lockerungen in Israel - wie wirkt sich das auf das religiöse Leben aus?
  • Petition gegen Bekenntnisschulen in NRW
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Zum Tag des Biers: Deutschlands einzige Klosterbraumeisterin
  • Lockerungen in Israel - wie wirkt sich das auf das religiöse Leben aus?
  • Petition gegen Bekenntnisschulen in NRW
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Himmelklar Podcast

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!