Franz-Peter Tebartz-van Elst bei einer Messe am 15. Oktober 2018 in Rom
Franz-Peter Tebartz-van Elst bei einer Messe am 15. Oktober 2018 in Rom

20.12.2020

Tebartz-van Elst gegen Absage von Weihnachtsgottesdiensten "Nicht unter sich bleiben"

​Der Glaube braucht nach Bischof Tebartz-van Elst gerade an Weihnachten Gottesdienste. Die Gemeinschaft, die durch die Krisen ganz nach unten gebracht worden sei, dürfe sich nicht darin erschöpfen, "dass Menschen unter sich bleiben".

Diese Krisen seien in der Welt und in der Kirche zu finden, schreibt der frühere Limburger Bischof in einem Gastbeitrag in der "Welt am Sonntag". Es gehe darum, "wie das Kind von Bethlehem auf dem Boden zu liegen und in den Himmel zu schauen. Ganz unten wieder neu zu lernen, nach oben zu schauen, kann Weihnachten in der Krise zum Wagnis eines neuen Aufbruchs machen."

Wie selten zuvor fühlten wir uns an diesem Fest zu Boden geworfen, schreibt Tebartz-van Elst, Mitglied im Päpstlichen Rat zur Neuevangelisierung, weiter. Krisen wie die Corona-Pandemie, die Klimakrise und der Verlust von Aufrichtigkeit machten "hilflos und ohnmächtig". Nicht nur die Missbrauchsfälle und die Pandemie forderten dazu heraus, "von unten her sehen zu lernen und die Sichtweise der Opfer einzunehmen".

"Neu hinschauen"

"Umkehr im Glauben und Veränderungen im Leben beginnen damit, neu hinzuschauen und einen anderen, bisher vielleicht ausgeblendeten Gesichtspunkt einzunehmen". Der Blickwinkel von Weihnachten sei etwas anderes als der Blick von oben herab. "Er ist Begegnung auf Augenhöhe ganz unten und dann in dieser Solidarität der gemeinsame Blick nach oben."

Das Fest werde in diesem Jahr anders sein, schreibt Tebartz-van Elst. "Gewohntes wird durchbrochen, um Gemeinsames deutlicher vor Augen zu bekommen." Geschenke erschienen weniger als materielle Gaben und als Genuss am Überfluss. "Im Mangel neue Möglichkeiten zu entdecken und in scheinbaren Verlusten Gewinne zu erahnen, kann zu jener Überraschung werden, die der Schenkende dem zu Beschenkenden wünscht." Weihnachten ganz unten sei ein Fest, um sich finden zu lassen. In diesem Jahr könne es einen "weiten Horizont der Hoffnung" schaffen.

(KNA)

Die neue App von DOMRADIO.DE

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Tageskalender

Radioprogramm

 22.04.2021
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Was bedeuten Ihnen Bücher? – Katholische öffentliche Büchereien
  • Glücksmomente bei DOMRADIO.DE: Was bringt Sie momentan zum lachen?
  • "TikTok, Snapchat und Instagram – Der Elternratgeber"
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Welttag des Buchs wird in der Kölner Kirchenzeitung aufgegriffen
  • Was ist ein stationäres Hospiz?
  • Was bedeutet die Bundesnotbremse für die Kirchen?
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Himmelklar Podcast

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!