Menschenrechtler: Behinderte besonders durch Corona gefährdet

Informationen und Beratung wichtig

Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" fordert von Regierungen in Zeiten der Corona-Pandemie, Menschen mit Behinderung nicht alleine zu lassen. Denn sie seien nun besonders bedroht, heißt es von HWR.

Behinderung in den Medien / © Reiner Just (KNA)
Behinderung in den Medien / © Reiner Just ( KNA )

Personen mit Behinderungen seien bereits unter normalen Umständen Diskriminierung und Stigmatisierung ausgesetzt - und nun durch das Virus besonders gefährdet, erklärte die stellvertretende HRW-Direktorin für Behindertenrechte, Jane Buchanan, am Donnerstag in New York.

Laut den Angaben lebt mehr als eine Milliarde Menschen weltweit mit einer Form der Behinderung, die beispielsweise auch die Atemwege beinträchtigen könne.

Unbeschränkter Zugang zu Informationen

Informationen über die Pandemie und Schutzmaßnahmen müssen auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich gemacht werden, wie die Organisation betonte.

Darunter falle etwa der Einsatz von Gebärdendolmetschern im TV, die Bereitstellung von Webseiten, die von Personen mit verschiedenen Beeinträchtigungen genutzt werden können, sowie die Einführung von Telefondiensten für gehörlose Menschen.

Regelmäßige Beratung wichtig

Darüber hinaus verwies Human Rights Watch auf die schwierige Lage von Menschen, die in ihrem eigenen Zuhause auf Assistenz angewiesen seien. Helfern stehe keine persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung.

"Eines der wichtigsten Dinge, die Regierungen zum Schutz von Menschen mit Behinderungen während der Corona-Pandemie tun könne, ist die regelmäßige Beratung mit ihnen, um sicherzustellen, dass die Politik ihren Bedürfnissen gerecht wird", betonte Buchanan.


Quelle:
KNA