Beschädigtes Kreuz über Mossul
Beschädigtes Kreuz über Mossul

04.06.2018

Kirche in Not: Millionen von Christen unterdrückt Brennpunkte weltweit

Schätzungen zufolge leiden rund 100 Millionen Christen weltweit unter Verfolgung, Diskriminierung und Unterdrückung. Darauf machte Berthold Pelster vom internationalen katholischen Hilfswerk "Kirche in Not" am Montag in München aufmerksam.

Eine genaue Statistik gebe es jedoch nicht. Auch müsse die Lage in als gefährlich eingestuften Ländern immer wieder differenziert betrachtet werden, sagte der Experte. So könnten Christen etwa im Süden Nigerias ohne Probleme leben; anders sehe es jedoch im Norden des Landes aus.

In 15 Ländern ist Lage für Christen besonders dramatisch

Bei der Vorstellung der Dokumentation "Christen in großer Bedrängnis" betonte Pelster zudem, dass unter der Gewalt islamistischer Terrorgruppen wie dem IS oder Boko Haram auch sehr viele Muslime zu leiden hätten. Der deutsche Zweig von "Kirche in Not" veröffentlicht bereits zum fünften Mal einen solchen Bericht.

Darin werden 15 Brennpunktländer in den Blick genommen, in denen die Lage für Christen besonders bedrohlich ist. Die Beispiele reichen von Ägypten über China und Nigeria bis zu Syrien, Saudi-Arabien und der Türkei.

Für die Darstellung habe er auf kirchliche Nachrichtendienste und -agenturen zurückgegriffen sowie auf die Berichte von Menschenrechtsorganisationen, erklärte Pelster. Dazu seien die vielen eigenen Kontakte von "Kirche in Not" zu Betroffenen in den Krisenregionen eingeflossen. Das Hilfswerk ist in mehr als 140 Ländern aktiv.

In Syrien ist ein Trümmerhaufen zurückgeblieben

Über die Lage in Syrien berichtete der Franziskanerpater Firas Lutfi aus Aleppo. Nach sieben Jahren herrsche dort kein Bürgerkrieg mehr, sondern ein internationaler Krieg, bei dem es um wirtschaftliche und geopolitischen Interesse gehe. Er setze nach wie vor seine Hoffnung auf die internationale Zusammenarbeit, damit wieder Frieden einkehren könne, sagte der Ordensmann.

Die Zahl der Christen in Aleppo sei drastisch gesunken – von 250.000 auf 32.000. Mittlerweile sei zwar Ruhe in der Stadt eingekehrt, aber zurückgeblieben sei nach Beschuss und Bombardierung ein Trümmerhaufen, der wieder aufgebaut werden müsse.

Islamistischer Terror – größter Feind aller Christen und Muslime

In Nigeria sei vor allem die Korruption ein großes Übel, sagte Father John Bakeni, katholischer Priester des Bistums Maiduguri im Nordosten Nigerias. Zudem sei die Region eine der Hochburgen von Boko Haram. In jüngster Zeit nähmen auch Übergriffe extremistischer Fulani-Hirten zu, der größte Feind aller Christen und Muslime sei jedoch der islamistische Terror.

Hoffnung setze die Kirche für die Zukunft unter anderem auf die Kraft der menschlichen Beziehungen.

(KNA)

Mit Willibert in die Heilige Stadt

Im November 2019 ist es soweit: Erkunden Sie das ehrwürdige Rom auf dieser Pilgereise mit dem Rom-Kenner Willibert Pauels, Karnevalsfreunden und DOMRADIO.DE Besuchern auch bekannt als "ne Bergische Jung"!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 20.08.
Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

  • Wolfgang Klose
    20.08.2018 07:45
    Evangelium

    Wolfgang Klose

  • Matthäusevangelium
    20.08.2018 07:50
    Evangelium

    Mt 19,16-22

  • Der Sarg mit dem verstorbenen Weihbischof ist am 17. und 18. August in der Marienkapelle an der Burgmauer in Köln aufgebahrt.
    20.08.2018 11:00
    Gottesdienst

    Exequien für Weihbischof em. M...

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag ab 8 Uhr!

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen