Türkische Offensive "Olivenzweig" in Nordsyrien
Türkische Offensive "Olivenzweig" in Nordsyrien

19.04.2018

Menschenrechtler sehen Christen in Syrien bedroht "Wir befürchten das Schlimmste"

Die Gesellschaft für bedrohte Völker weist auf die gefährliche Lage von Christen in Syrien hin. Die Menschenrechtler bezeichneten die Situation als besorgniserregend - vor allem im nordsyrischen Afrin. 

Das Schicksal von rund 1.000 Christen in sei nach dem Einmarsch der türkischen Armee und islamistischer Milizen im März ungewiss, erklärte GfbV-Nahostreferent Kamal Sido am Donnerstag in Göttingen. "Wir müssen befürchten, dass diese Christen das Schlimmste erleiden müssen, wenn sie von Radikalislamisten erkannt werden."

"Oft bleibt nur die Flucht"

Insgesamt sei die Lage der Christen in Syrien und der benachbarten Türkei besorgniserregend, so die Menschenrechtler. In der christlichen Gemeinde von Afrin sind den Angaben zufolge einige zum Christentum konvertierte Muslime.

Sie gelten für Islamisten als "Abtrünnige" und sind daher besonders gefährdet, wie es hieß. "In Afrin gilt praktisch schon die Scharia, das islamische Recht", so Sido. Wenn sie ihren Glauben nicht verleugnen wollten, bleibe für Christen oft nur die Flucht.

Schicksal der Bischöfe weiter unklar

Zudem erinnern die Menschenrechtler an zwei Bischöfe, die vor fünf Jahren in Nordsyrien verschleppt worden waren. Das Schicksal des syrisch-orthodoxen Metropoliten Mar Gregorios Yohanna Ibrahim und des griechisch-orthodoxen Erzbischofs Boulos Yazigi ist bis heute unklar.

Die beiden Bischöfe wurden 2014 in Abwesenheit für ihren Einsatz als Vermittler, Botschafter und Kämpfer für die Menschenrechte in dem anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien mit dem Weimarer Menschenrechtspreis ausgezeichnet.

(KNA)

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