05.12.2007

Internationaler Tag würdigt die Leistung Ehrenamtlicher Helfen ohne Eigennutz

Auch Nikolaus ist ein Ehrenamtler. Wenn der Malteser Hilfsdienst (MHD) ab Donnerstag in 150 deutschen Städten seine traditionelle Nikolaus-Aktion durchführt und als Bischöfe verkleidete Helfer mehr als 50.000 arme, alte, kranke oder behinderte Menschen mit Geschenken bedenken, kommt wieder ein hübsches Sümmchen ehrenamtlich geleisteter Stunden zusammen.

Rund 11 Millionen Stunden Dienst in Katastrophenschutz, Sanitäts- und Rettungsdienst, Erste-Hilfe-Ausbildung, Besuchs- und Begleitungsdienst, Hospizarbeit oder Jugendarbeit leisten allein die 35.000 ehrenamtlich aktiven MHD-Mitglieder pro Jahr, hat Malteser-Präsident Constantin von Brandenstein-Zeppelin zum Internationalen Tag des Ehrenamts am Mittwoch ausgerechnet. In einer an menschlichen Beziehungen immer ärmer werdenden Gesellschaft sorgten die Ehrenamtlichen für Nähe und Zusammenhalt."Hilfe für Helfer"Das Ehrenamt als Kitt der Gesellschaft: So ähnlich sieht das auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). "Ohne ehrenamtliches Engagement würde die Gesellschaft nicht funktionieren", begründete der Minister seine im September auch vom Bundesrat beschlossene Gesetzes-Initiative zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Ehrenamts.Das als "Hilfe für Helfer" betitelte Gesetzesvorhaben ist rückwirkend zum 1. Januar 2007 in Kraft getreten. Danach werden unter anderem die sogenannte Übungsleiterpauschale von 1.848 auf 2.100 Euro angehoben und die Höchstgrenzen für den Spendenabzug von 5 oder 10 Prozent einheitlich auf 20 Prozent erhöht. Für Ehrenamtliche in Vereinen ist ein Freibetrag von 500 Euro festgeschrieben. Im Stiftungsrecht steigt der Höchstbetrag für Stiftungskapital von 307.000 auf eine Million Euro.Glaubt man dem Bundesbeauftragten Zivilengagement, Hans Fleisch, so ist die Zahl der Ehrenamtlichen in Deutschland in den vergangenen Jahren gestiegen. Bundesweit sind mehr als 23 Millionen Menschen freiwillig aktiv. Die geschätzten 46 Millionen ehrenamtlichen Arbeitsstunden pro Woche entsprechen laut Bundesregierung einem geldwerten Vorteil von 17 Milliarden Euro.Schlechte RahmenbedingungenFeststeht aber auch: Die Rahmenbedingungen ehrenamtlicher Arbeit in Deutschland verändern sich stark. Besonders die Jüngeren wollen sich nicht mehr fest in verbindliche Vereinsstrukturen einbinden lassen. Der Trend geht zu einem zeitlich eng begrenzten Engagement. Da ist der Arbeitslose, der seine Computer-Kenntnisse so lange zur Verfügung stellen will, bis er einen neuen Job gefunden hat. Und da ist der jugendliche Musikfan, der gern kurzzeitig bei der Organisation eines Benefiz-Konzerts mitarbeiten will. Caritasverband: FreiwilligenzentrenDer Deutsche Caritasverband hat auf diesen Trend im vergangenen Jahrzehnt mit der Gründung von mehr als 40 Freiwilligenzentren reagiert - Kontaktbörsen, wo freiwillige Helfer vermittelt oder beraten werden können. "Man wächst nicht mehr so automatisch in einen Verein oder eine Kirchengemeinde hinein", weiß Aloys Bushuven, Sprecher des Verbundes der Caritas-Freiwilligen-Zentren in Deutschland.Eine andere Form, freiwilliges Engagement zu fördern, haben die Realschulen in Baden-Württemberg gefunden. Siebt- oder Achtklässler können während der Schulstunden Altenheime, Krankenhäuser oder Wohngruppen für Behinderte besuchen, Kinder- und Jugendfreizeiten vorbereiten oder in der Schule als Streitschlichter arbeiten. 72 Stunden pro Schuljahr sind für das 2004 gestartete Unterrichtsfach "Themenorientiertes Projekt Soziales Engagement" (TOP SE) im Bildungsplan vorgesehen. Die Bertelsmann-Stiftung hat das zukunftsweisende Projekt in diesem Jahr mit einem Sonderpreis des Carl-Bertelsmann-Preises 2007 ausgezeichnet.

Christoph Arens

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