Kardinal Karl Lehmann hinter Büchern in seiner Bibliothek
Kardinal Karl Lehmann hinter Büchern in seiner Bibliothek

14.04.2021

12.000 Bücher von Kardinal Lehmann gehen an Humboldt-Uni Sehr viel Lesestoff

Die Bibliothek der Berliner Humboldt-Universität erhält einen wesentlichen Teil der riesigen Privatbibliothek des Mainzer Kardinals Karl Lehmann. Aus der nachgelassenen Bibliothek Lehmanns gehen rund 12.000 Bände nun nach Berlin.

Die Bände beschäftigen sich mit katholischer Dogmatik und Ethik sowie christlicher Gesellschaftslehre und Pastoraltheologie, wie Bistum Mainz und Universität am Mittwoch mitteilten. Das wurde nun in einem Schenkungsvertrag geregelt.

"Aufgrund der historischen Situation sind unsere theologischen Bibliotheksbestände bisher vor allem evangelisch ausgerichtet", erklärte die Präsidentin der Humboldt-Universität, Sabine Kunst.

Lücken der Unibibliothek im Bereich der katholischen Theologie

Durch die Schenkung des "katholisch-theologischen Kernbestandes" der Bibliothek Lehmanns (1936-2018) könnten Lücken der Unibibliothek im Bereich der katholischen Theologie geschlossen werden. Nach dem Umzug im April würden die Bücher katalogisiert und den Studierenden und Wissenschaftlern des Zentralinstituts für Katholische Theologie (IKT) der Universität zur Verfügung gestellt.

Der verbleibende Teil von Lehmanns privater Bibliothek - die zu seinen Lebzeiten rund 100.000 Bücher umfasste - soll im Sommer aus dem früheren Haus Lehmanns zunächst zur Katalogisierung nach Ingelheim in das Pfarrheim von Sankt Paulus ausgelagert werden. Da allein für diese Katalogisierung zwei Jahre veranschlagt würden, sei eine Entscheidung für den Verbleib dieses Bestandes noch nicht gefallen.

Als Bischof Wissenschaftler geblieben

Der Mainzer Weihbischof und Generalvikar Udo Markus Bentz, der den Nachlass des Kardinals verwaltet, sagte, Lehmann sei auch als Bischof Wissenschaftler geblieben. "Er wusste tatsächlich auch immer, wo welches Buch zu finden war." Bisher sei die Privatbibliothek noch nicht bibliografisch erfasst gewesen.

Als Lehmann im Herbst 1983 zur Übernahme des Bischofsamtes nach Mainz zog, brachte er bereits umfangreiche Bücherbestände aus seinem Wohnhaus in Bollschweil bei Freiburg mit. Schon zu seiner Zeit als Dogmatik-Professor war seine Bücherliebe bekannt. Diese Bestände seien dann in Mainz durch "konstante Zukäufe aus seinen Privatmitteln" sowie "unzählige Buchgeschenke" kontinuierlich angewachsen.

(KNA)

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