Symbolbild Kirchenaustritt
Symbolbild Kirchenaustritt
ZdK-Präsident Thomas Sternberg hält eine Rede zur momentanen Lage der Kirche
ZdK-Präsident Thomas Sternberg
Heinrich Bedford-Strohm
Heinrich Bedford-Strohm
Margot Käßmann
Margot Käßmann

05.07.2020

Kirchenvertreter über die hohe Zahl von Austritten Sorge und Bedauern

​Die hohe Zahl von Austritten sorgt bei Vertretern der beiden großen Kirchen weiter für Sorge. Laut der jüngsten Zahlen sind in den beiden großen Kirchen jeweils etwa 270 Tausend Menschen aus der Kirche ausgetreten.

 "Ich bedaure jeden Austritt", sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, am Sonntag in einem Interview der Katholischen nachrichten-Agentur (KNA). Dies tue er auch deswegen, "weil inzwischen Leute die Kirche verlassen, die lange Jahre zu ihr gehört haben, aber ihr jetzt den Rücken kehren, weil sie über Reformstau und Anderes verärgert sind und weil sie der Kirche nicht mehr vertrauen."

"Wir dürfen nicht warten"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sprach sich in der "Bild am Sonntag" für eine umfassende Untersuchung der Austritte aus. Zugleich müssten die Kirchen sich noch offener zeigen. "Wir dürfen nicht warten, bis die Menschen in unsere Kirchen oder Gemeindehäuser kommen. Wir müssen raus, dahin, wo sich der Alltag der Menschen abspielt", so Bedford-Strohm.

Die Kirche solle ihre Arme weit ausstrecken, "wenn Menschen sich an uns wenden, zur Stelle sein, wenn Menschen in Not geraten, uns einmischen und öffentlich protestieren und konkret helfen, wenn Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken und keiner schaut hin und rettet sie", so der bayerische Landesbischof weiter.

"Riesiger Verlust"

Sollte der Trend zum Austritt weiter anhalten, wäre das nach den Worten der ehemaligen EKD-Ratsvositzenden Margot Käßmann ein "riesiger Verlust". Deutschland sei "auf gute Weise" geprägt von christlichen Überzeugungen, schrieb Käßmann in ihrer Kolumne für die "Bild am Sonntag". Barmherzigkeit etwa zeige sich hierzulande daran, dass bei Arbeitslosigkeit niemand in einen Abgrund stürze. Nächstenliebe werde mit jeder Initiative für Obdachlose gelebt.

"Das möchte ich nicht missen", so Käßmann. Sie selbst habe zudem miterlebt, "wie froh Menschen waren, wenn sie in all ihrer Angst in Corona-Zeiten in einer Kirche Trost finden konnten".

Laut den Ende Juni vorgelegten Daten der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) traten im vergangenen Jahr so viele Christen aus der Kirche aus wie noch nie zuvor. Die katholische Kirche verlor demnach 272.771 Mitglieder, die evangelische Kirche rund 270.000.

(KNA)

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