27.04.2017

Bischof Bode ruft zum Erhalt kirchlicher Immobilien auf Häuser und Räume, in denen die Menschen zusammenkommen

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode spricht sich dafür aus, auch in einer von Mitgliederschwund betroffenen Kirche Immobilien zu erhalten.

Ein Umbau der Seelsorgebereiche dürfe nicht dazu führen, dass Gotteshäuser und andere kirchliche Gebäude abgerissen werden, sagte er am Donnerstag in Osnabrück. Nach wie vor brauche die Kirche Häuser und Räume, in denen die Menschen zusammenkommen. Die Seelsorge in einer säkularer werdenden Gesellschaft benötige "sichtbare Orte", sagte Bode auf der Jahrestagung des Katholischen Siedlungsdienstes (KSD), des Bundesverbands für Wohnungswesen und Städtebau der katholischen Kirche in Deutschland.

Passende Beispiele im Bistum

Als Beispiele für gelingendes Gebäudemanagement nannte der Bischof drei in den vergangenen Jahren im Bistum Osnabrück neu entstandene Klöster in Rieste, an der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Esterwegen und in der Bremer City im Schnoor.

Zudem sei die Kirche Sankt Johann in Osnabrück in ein Behindertenheim umgebaut worden. Und die Kirche der Heiligen Familie in Osnabrück diene als Kolumbarium. Anderswo seien aus Pfarrhäusern bezahlbare Wohnungen entstanden.

Neben der Seelsorge auch Institutionen

Zuvor hatte Bode mit den Teilnehmer der Tagung einen Gottesdienst gefeiert. Auch in seiner Predigt betonte der Bischof, dass sich die Kirche an der gesellschaftlichen Gestaltung beteiligen müsse. Auch in Zeiten, in denen sich vermehrt Menschen von ihr abwendeten, dürfe sie sich nicht auf eine geistliche Rolle zurückziehen. Vielmehr müssten Christen "Leuchttürme setzen für die Sichtbarmachung des Glauben".

Dazu gehörten neben der Seelsorge auch Institutionen wie der KSD. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und der Bau von Sozialeinrichtungen wie Seniorenwohnanlagen und Pflegeheime sei elementare Aufgabe der Kirche. Bode warb zudem für eine uneingeschränkte Transparenz aller kirchlichen Institutionen, um das Vertrauen der Gesellschaft zu erhalten oder wiederzugewinnen. Es dürfe nie der Eindruck entstehen, es gehe der Kirche um Rendite.

415.000 Wohnungen

Der KSD mit Sitz in Berlin ist der Dachverband kirchlicher Wohnungsunternehmen und Siedlungswerke der deutschen Diözesen. Er setzt sich als Interessensverband seiner Mitglieder für die Schaffung von Wohneigentum für Familien und Wohnraum für wirtschaftlich Schwächere ein. Seit 1949 errichteten die Unternehmen laut KSD rund 415.000 Wohnungen. Derzeit bewirtschafteten sie mehr als 130.000 Wohneinheiten, weitere 50.000 seien in Fremdverwaltung.

KNA

Gottesdienste auch auf Facebook und Youtube

DOMRADIO.DE überträgt alle Gottesdienste auch auf Facebook und Youtube und Periscope.

DOMRADIO hören

Laden Sie sich unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Podcast: Der Morgenimpuls von Schwester Katharina

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

WBS-Weggeleit

Messenger-Gemeinde

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

 01.06.2020
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Zum Tod des Künstlers Christo
  • Open Air Messe für Jugendliche aus Leverkusen
16:00 - 18:00 Uhr

Gottesdienst

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Zum Tod des Künstlers Christo
  • Open Air Messe für Jugendliche aus Leverkusen
16:00 - 18:00 Uhr

Gottesdienst

19:00 - 20:00 Uhr

DOMRADIO Kopfhörer

20:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Musica

  • Geistliche und klassische Musik am Pfingstmontag in "Musica"
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…