Hasskommentare im Internet
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Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick

07.04.2017

Untersuchungen nach Hetze gegen Erzbischof Schick Mehrere Tatverdächtige ermittelt

Im Zusammenhang mit Drohungen und Hassbotschaften gegen den Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die Polizei in Bamberg einige Tatverdächtige ermittelt. Genauere Angaben sind bislang jedoch nicht bekannt.

Das sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken in Bayreuth am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Die Ermittlungen in dem Bereich laufen noch. Bei den Tatverdächtigen gehe es um mehrere Delikte, etwa Beleidigungen und Bedrohungen.

Hassbotschaften auf Facebook-Seite

Schick war im Herbst auf der Facebook-Seite der AfD mit Hassbotschaften bis hin zu Todesdrohungen überzogen worden. So hieß es etwa, das "Pfaffengesindel" müsse liquidiert werden. Hintergrund war die Äußerungen des Erzbischofs, ob es einen muslimischen Bundespräsidenten geben könne. Er hatte damals gesagt, dass dies grundsätzlich bei einer entsprechenden Wahl durch die Bundesversammlung möglich sein müsse. Er sehe jedoch dafür derzeit keine gesellschaftliche Mehrheit.

Die AfD hatte daraufhin auf ihrer Facebook-Seite ein Bild des Erzbischofs mit der Schlagzeile "Kirche: muslimischer Bundespräsident denkbar" sowie mit einer Art Stempel mit dem Wort "Halal" versehen. Es ist das arabische Wort für "erlaubt", wie es auf bestimmten Lebensmitteln zu finden ist.

(KNA)