Papst Franziskus begrüßt den chaldäischen Patriarchen Louis Raphael I. Sako (Archiv)
Papst Franziskus begrüßt den chaldäischen Patriarchen Louis Raphael I. Sako (Archiv)

10.06.2021

Syrischer Patriarch Sako sieht Vielfalt als Merkmal heutiger Welt Einheit in Vielfalt

Der chaldäische Patriarch Kardinal Louis Raphael I. Sako hat fehlenden Realismus in der Debatte um die Einheit der Kirchen kritisiert. Das Thema sei "aufgrund der Pluralität von Kirchen, Kulturen, Sprachen und Nationalitäten" komplex.

Das sagte er in einem Beitrag auf der Webseite des chaldäischen Patriarchats von Mittwoch. Vielfalt sei ein Merkmal der heutigen Welt und bedeute Mischung und Kooperation, nicht Isolation.

Sako verweist darin auf eine mögliche "Einheit im Herzen und im Glauben", die in einer "wunderbaren Vielfalt" ihren Ausdruck finden könne, etwa in der Theologie, in Frömmigkeitspraktiken sowie der Organisation nach Kulturen, Sprachen und Ländern. Eine entsprechende "Einheit im Herzen" habe die Christen der frühen Kirche verbunden, deren Zahl darüber hinaus begrenzt gewesen sei und die eine geographische Region geteilt hätten.

Diese Einheit müsse heute in allen Kirchen präsent sein, so der Patriarch. Gleichzeitig sei diese Einheit "nicht vollständig kirchlich", da sich die verschiedenen Kirchen in ihrer Gestalt unterschieden und nicht durch bloße Beschlüsse ihrer Identitäten beraubt werden dürften.

Kritik an irakischer Religionspolitik

In seinem Beitrag erneuerte das Oberhaupt der katholischen Ostkirche seine Kritik "an der Struktur, Effizienz sowie der problematischen Zusammensetzung" des 2006 gegründeten "Rates der Konfessionsführer im Irak". Unter anderem sei sein seit seiner Ernennung zum Patriarchen 2003 mehrfach geäußerter Vorschlag wiederholt zurückgewiesen worden, den Vorsitz des Rates zwischen den drei mit einem Patriarchen im Irak vertretenen Kirchen rotieren zu lassen, wie es etwa in Jordanien oder Ägypten der Fall sei.

Der Rat soll laut Sako die Zusammenarbeit zwischen den 14 anerkannten Kirchen im Irak stärken, pädagogische und soziale Aktivitäten koordinieren sowie gemeinsamen Positionen zu nationalen Themen erzielen. Ferner pflege der staatlich nicht anerkannte Rat den Dialog mit Muslimen und Vertretern anderer Religionen im Irak.

(KNA)

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