Wolfgang Schäuble (l.) und Reinhard Kardinal Marx
Wolfgang Schäuble (l.) und Reinhard Kardinal Marx

20.05.2017

Schäuble: Kirche soll nicht nur mit Betroffenheit reagieren Kein "Monopol auf Wahrheit"

Vor Beginn des Evangelischen Kirchentags kritisiert Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), dass Religion manchmal als Vorwand für Politik benutzt werde. 

Vor Beginn des Evangelischen Kirchentags kritisiert Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), dass Religion manchmal als Vorwand für Politik benutzt werde. "Die Kirche muss aufpassen, dass sie sich nicht nur im Mainstream der Political Correctness mit größter Betroffenheit engagiert", sagte Schäuble im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

"Dass sich die Kirche in die Fragen des menschlichen Lebens einmischt, dafür ist sie da, und das wird sie auf dem Kirchentag wieder tun", fügte der Minister hinzu. "In weltlichen Fragen hat sie aber nicht das Monopol auf Wahrheit." In der Demokratie könne jeder seine eigene Meinung haben. "Das verstehen diejenigen oft nicht, die sich aus tiefer Glaubensüberzeugung äußern." 

Partnerschaft zwischen Staat und Religionsgemeinschaften

Zugleich betonte der Politiker, er schätze die Partnerschaft zwischen Staat und Religionsgemeinschaften. "Der freiheitliche Verfassungsstaat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht schaffen kann." Auch wenn viel Wissen über das Christentum verloren gegangen sei, sei die Wertebindung der Menschen von der christlichen Tradition geprägt. Indes sei er "manchmal fassungslos, wenn ich sehe, dass viele Jüngere noch nicht einmal die Bedeutung von Karfreitag kennen".

Am Mittwoch wird in Berlin der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag eröffnet, der dieses Jahr im Zeichen des 500-jährigen Reformationsjubiläums steht. Die Veranstalter erwarten rund 100.000 Dauerbesucher. Schäuble selbst wird in einer "Bibelarbeit" das Gleichnis vom Zöllner auslegen.

 

(KNA)

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