Kardinal Karl Lehmann (l.) und Wolfgang Huber
Kardinal Karl Lehmann (l.) und Wolfgang Huber

26.04.2017

Lehmann und Huber erhalten Ehrendoktorwürde der Uni Bochum Ökumenisches Zeichen

Besondere Auszeichnung im Jahr des Reformationsgedenkens: Kardinal Karl Lehmann und der evangelische Altbischof Wolfgang Huber haben die Ehrendoktorwürde der Katholischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum erhalten.

Mit dem früheren Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und dem ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) würden zwei Persönlichkeiten geehrt, die die Entwicklung ihrer Kirchen entscheidend geprägt hätten, hieß es am Mittwoch bei der Verleihung in Bochum. Beide hätten "große ökumenische Offenheit gezeigt und eine entscheidende Gesprächsbereitschaft und -fähigkeit bewiesen".

Theologische Forscher

Lehmann bearbeite in seinen wissenschaftlichen Publikationen ein vielfältiges Spektrum, würdigte die Fakultät den früheren Mainzer Bischof. Dabei habe sich die Suche nach Gott in zeitgenössischen Kontexten als immer dringendere Frage herauskristallisiert. So habe Lehmann im Diskurs mit anderen Wissenschaften "eine reflektierte Sensibilität für die gegenwärtigen Herausforderungen der traditionellen Theologie" entwickelt. Lehmann war fast 33 Jahre Bischof in Mainz. An seinem 80. Geburtstag am vergangenen Pfingstmontag trat er zurück. Von 1987 bis 2008 war er Vorsitzender der Bischofskonferenz.

Auch Huber habe über zahlreiche theologische und ethische Themen gearbeitet, hieß es. Als sein zentrales Thema habe sich die Freiheit ergeben, ausgehend von Martin Luthers Freiheitsbotschaft. Huber habe sich zudem als Landesbischof von Berlin-Brandenburg und als EKD-Ratsvorsitzender "vor allem als Reformer seiner Kirche profiliert" und angesichts einer weitgehenden Entkirchlichung vor allem im Osten Deutschlands auf eine missionarische Neuorientierung hingewirkt. Huber war von 1994 bis 2009 Bischof der evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg und von 2003 bis 2009 EKD-Ratsvorsitzender.

Dankesreden im Hinblick auf ökumenische Entwicklung

Lehmann sagte in seiner Dankesrede, dass die Auszeichnung im Jahr des Reformationsgedenkens wohl nicht zufällig sei. In früheren Jahrhunderten sei das Gedenken an die Reformation von 1517 "mitbestimmt worden durch Tendenzen zur politischen Abgrenzung und zur wechselseitigen Profilierung", besonders zwischen Katholiken und Protestanten. "Wir leben in einer davon - Gott sei Dank - sehr verschiedenen Situation", sagte Lehmann laut Redemanuskript. Er lobte die Idee, die Katholiken zur Mitgestaltung des Reformationsgedenkens 2017 einzuladen und dieses in Form eines "Christusfestes" gemeinsam zu begehen.

Huber rief dazu auf, stärker auf das in der Ökumene Erreichte zu schauen. Die Debatte werde sehr stark durch den Blick auf das geprägt, was noch nicht der Fall sei. Ökumenisches Zusammenwirken zeige sich heute nicht nur darin, dass die Kirchen sich gemeinsam öffentlich äußern. "Es zeigt sich auch darin, wie wir uns im Leben der Gemeinden und in der Arbeit der Theologie den gemeinsamen Quellen des Glaubens zuwenden", so Huber. Dankbar äußerte er sich über "ungeahnten Kräfte des ökumenischen Zusammenwirkens" in der Migrationskrise.

(KNA)

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