Bibel auf Bierdeckel
Bibel auf Bierdeckel

29.09.2016

Evangelische Kirche verschickt Bierdeckel mit Bibelspruch Für den nächsten Kneipenbesuch

Die Bibel auf einem Bierdeckel? Das passt nicht wirklich, hat aber die evangelische Kirche Hessen und Nassau nicht davon abgehalten, Bierdeckel mit nur drei Bibelaussagen an ihre Mitglieder zu verschicken. Mit Erfolg, sagt der Pressesprecher.

domradio.de: 1,6 Millionen Mitglieder hat Ihre Landeskirche. Diese leben in etwa einer Millionen Haushalten zusammen und an jeden dieser Haushalte haben Sie so einen Bierdeckel mit einer Bibelbotschaft verschickt. Was sollen die Leute damit machen?

Volker Rahn (Pressesprecher der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau): Wir haben das Bild der Kneipe benutzt um einfach zu zeigen, dass die Kneipe ein besonderer Ort ist, an dem Menschen ins Gespräch kommen. Und der Bierdeckel ist das Symbol für die Kneipe. Wir haben gedacht, wir wollen die Menschen dazu ermuntern, über Wesentliches im Leben  - wie die Bibel - ins Gespräch und auf den Punkt zu kommen. Das ist ja immer auch das Thema beim Bierdeckel. Da gibt es nicht viel Platz und man muss auf den Punkt kommen, um sich mit einem Thema auseinanderzusetzen. Wir wollten über diese witzige Form des Bierdeckels einfach dazu ermutigen, über das Thema Bibel ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren, was einem die Bibel bedeutet und was für jemanden die wichtigsten Stellen in der Bibel sind. Wir haben deshalb auch als Motto "Die ganze Bibel auf einem Bierdeckel" gewählt. Wir wissen natürlich, dass das so nicht geht.

domradio.de: Glauben Sie denn, dass die Leute jetzt auch den Bierdeckel mit in die Kneipe nehmen?

Rahn: Es ist ja eher so gedacht, dass die Gemeinden Veranstaltungen an öffentlichen Orten durchführen. Wir haben beispielsweise hier in Rheinhessen auch viele Weinfeste. Dort kann man zusätzliche Bierdeckel nehmen und im Rahmen dieser Feste schöne Andachten feiern. Es gibt tatsächlich auch Gemeinden, die ihren Gottesdienst in eine Kneipe verlegt haben und dort am Sonntagmittag eine Andacht oder einen Gottesdienst mit diesen Bierdeckeln feiern. Ich glaube nicht, dass die Menschen, denen wir den Bierdeckel jetzt einzeln zugeschickt haben, nun wirklich mit dem Bierdeckel im Gepäck in die Kneipe gehen. Es ist eine Anregung, in öffentliche Räume zu gehen und dort über das Thema Bibel und das Thema Glauben zu sprechen.

domradio.de: Wenn jemand gerne noch mehr solcher Deckel hätte, weil er damit eine schöne Aktion plant, dann gibt es auch Nachschub, richtig?

Rahn: Auf jeden Fall. Das wird auch rege gemacht. Wir haben jeden Tag Hunderte von Bestellungen, jetzt auch neuerdings von Pressevertretern, was uns sehr erfreut. Die kann man bei uns in jedem Fall noch bestellen.

domradio.de: Die Aktion ist eigentlich auch ein Start der Feierlichkeiten der evangelischen Kirche zum Reformationsjubiläum, oder?

Rahn: Ein bisschen ist es  - um die Ecke gedacht - tatsächlich so. Unser Reformator Martin Luther hat in der Beschäftigung mit der Bibel wesentliche Dinge des Glaubens neu entdeckt. Die Gnade oder die Konzentration auf Gott, auf sich selber und auf den Anderen gehören dazu. Wir wollten das auch zum Ausgangspunkt unserer Reformationsüberlegungen nächstes Jahr nehmen: Konzentration auf die Bibel, Konzentration auf das, was uns mitten in dieser bunten Welt wirklich wichtig ist und worauf wir im wahrsten Sinne des Wortes stehen. Das wollten wir damit zum Ausdruck bringen.

Das Interview führte Tommy Millhome.

(DR)

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